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Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Multivolume work

Identifikator:
1896933912
Document type:
Multivolume work
Author:
Keith, Arthur Berriedale http://d-nb.info/gnd/119086794
Title:
Responsible government in the Dominions
Place of publication:
Oxford
Publisher:
Clarendon Press
Year of publication:
1912-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896935052
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-238139
Document type:
Volume
Author:
Keith, Arthur Berriedale http://d-nb.info/gnd/119086794
Title:
Responsible government in the Dominions
Volume count:
Vol. 2
Place of publication:
Oxford
Publisher:
Clarendon Pr.
Year of publication:
1912
Scope:
XI Seiten, Seiten 570-1100
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Part IV. The federations and the union // Chapter I. The dominion of Canada
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

DER MENSCH IN AUSÜBUNG DER WIRTSCHAFT 17 
gabe, die wirtschaftliche Arbeit seiner Einwohner zu schützen. Er 
kann es desto besser, je gesicherter seine innere Festigkeit und seine 
außenpolitische Macht ist. Fast alle Kriege der Neuzeit sind im letzten 
Grunde um die Sicherung oder die Erreichung wirtschaftlicher Belange 
geführt worden — sie waren Wirtschaftskriege. Andrerseits beruht die 
Sicherheit eines Staates nach innen und außen auf einer gesunden 
Entwicklung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse. Diese fördert der 
Staat durch besondere Maßnahmen, wie Bereitstellung von öffentlichen 
Mitteln zur Kultivierung wirtschaftlich noch nicht nutzbarer Boden- 
Hächen, Erschließung von Bodenschätzen, Anlage von Verkehrswegen, 
Ausbau von Wasserkräften usw. 
Insbesondere regelt der Staat auch die überstaatlichen Be- 
ziehungen seiner Wirtschaftsträger, den Austausch der Güter in Einfuhr 
und Ausfuhr mit anderen Staaten durch Zollgesetze, Handelsverträge, 
internationale Verkehrsvereinbarungen u. dgl. Im allmählichen Ausbau 
dieser überstaatlichen Beziehungen und mit der Entwicklung des Ver- 
kehrs zum Weltverkehr hat sich die Wirtschaft der einzelnen Völker 
und Länder zu einer solchen der gesamten Menschheit und der ganzen 
Erde, zu einer Weltwirtschaft ausgewachsen. Wie sehr diese eine 
Einheit bildet, beweisen die verhängnisvollen Störungen, die das Wirt- 
Schaftsleben fast aller Länder durch die gewaltsame Abtrennung ein- 
zelner Wirtschaftsgebiete während des großen Krieges erlitten hat, 
Störungen, denen sich auch die am Kampf der Waffen nicht beteilig- 
ten Staaten nicht entziehen konnten. Daher sind es gerade auch viel- 
fach Vertreter und Führer der Wirtschaft, die eine vollkommenere 
Annäherung der Völker erstreben und zäh an dem Ziele festhalten, 
durch vorbeugende Maßnahmen der verschiedensten Art für die Zu- 
kunft zum mindesten eine Verminderung der die Menschen und die 
Menschliche Arbeit vernichtenden Kriege zu erreichen. ; 
Geistiges Leben und Wirtschaft, Auch zum geistigen Leben der 
Völker hat die Wirtschaft die engsten Beziehungen. Wissenschaft 
und Technik haben zu allen Zeiten alle Zweige der Wirtschaft in 
hohem Maße fördernd beeinflußt. Wir haben oben schon angedeutet, 
daß das Eindringen höherer Wirtschaftsstufen in Gebiete primitiven 
Kulturzustandes die wirtschaftlichen Verhältnisse ganzer Erdteile — 
man denke an Amerika oder Afrika — völlig umgestaltet hat. Die 
Sogenannte Maschinenkultur des 19. Jahrhunderts hat nicht etwa nur 
die eigentliche Industrie entstehen lassen, sondern auch im Bergbau, 
Im Ackerbau und der Viehzucht grundlegende Umstellungen und. un- 
Seahnte Fortschritte hervorgerufen. Die auf wissenschaftlicher Arbeit 
Srwachsene Züchtung neuer Pflanzen- und Tierrassen, die Bekämpfung 
pflanzlicher und tierischer Schädlinge haben die Wirtschaft in hohem 
Maße bereichert. — Religionen und Konfessionen haben mit ihren 
Anschauungen und Gebräuchen die Wirtschaft fördernd und hemmend 
beeinflußt. Religiöse Unduldsamkeit und Religionskriege haben be- 
Sonders im Mittelalter die Wirtschaft oft genug schwer geschädigt, andrer- 
seits durch die von ihnen veranlaßte Auswanderung religiöser Gruppen 
Anderen Ländern wirtschaftliche Entfaltung gebracht. In dem weiten 
Kreis der islamitischen Welt wurden Weinbau und Schweinezucht jahr- 
Reinhard. Erdkunde.
	        

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Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
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