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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1928055672
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-266904
Document type:
Monograph
Author:
Singer, Rudolf
Title:
Das Recht auf Arbeit in geschichtlicher Darstellung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1895
Scope:
VI, 84 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
§ 7. Louis Blanc
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

300 
II. Buch. Der Güteraustausch. 
Ein weiteres Mittel zur Förderung des materiellen Wohles der ärmern 
und mittlern Volksschichten sind die auf dem Princip der Ge gens eilig 
keit beruhenden Darlehenskassen. Sie haben sich als ein treffliche 
Mittel gegen den Wucher erwiesen und vermitteln einen wahrhaft niitzM 
wirkenden Credit. 
Besonders in Deutschland und Italien ist diese Institution zu hşş^ 
Blüthe gelangt. In ersterem Lande wurde Hermann Schulze-Delitzsch 
Schöpfer der auf dem Princip der uneingeschränkten Haftbarkeit der 
glieder beruhenden Darlehenskassen 1 2 , während in Italien der bekannte Soci^ 
Politiker und spätere Minister L. Luzzati und Francesco Vigano ungefşş 
zehn Jahre später jene Volksbanken ins Leben riefen, welche, gerade wie dl 
deutschen Vorschußkaffen, Darlehen lediglich an Mitglieder gewähren, sich ö £ 
von jenen dadurch unterscheiden, daß die Mitglieder nur mit einer ihre Ge- 
schäftseinlage mehrfach repräsentirenden Summe, nicht aber mit ihrem gesagte 
Vermögen haften. Auch ist es ein besonderes Kennzeichen der italienisch^ 
bauche del popolo, daß jene in Italien erfreulicherweise zahlreiche Kşş 
von reichen und gebildeten Leuten, die ihre freie Zeit gerne der Leitung ^ 
Berathung der zur Förderung des Wohles der niedern Volksklassen geschafft^ 
Institutionen widmen, denselben ihre Thätigkeit zuwenden Im Jahre 18 
gab es in Deutschland bereits gegen 4000 und in Italien ungefähr 1-0 
Vorschußkassen, und auch in den andern Culturstaaten verbreiten sich diese! ^ 
mehr und mehr. Während aber die dem Creditbedürfnisse der kleinen ĻeU 
dienenden Vereine dieser Art, die übrigens auch der ländlichen Bevölkert 
Credit gewähren, wohl schon so ziemlich überall in die Kreise der städtis 
Bevölkerung eingedrungen sind, so daß seit einigen Jahren in der Vermeh^^ 
ihrer Anzahl bereits eine Art von Stillstand eingetreten ist, 
specifisch den Interessen der Landwirte dienenden, nach ihrem 
eisen benannten Darlehenskassen, die seit etwa 40 Jahren i 
entstanden sind und jetzt auch im Auslande mehr und mehr Eingang şişş ' 
1 Nach betn zum deutschen Reichsgesetz gewordenen norddeutschen Bundesg 
vom Jahre 1868 haften die Mitglieder der Vorschußkassen wie überhaupt der 
und Wirtschaftsgenossenschaften, wenn der Verein zahlungsunfähig wird, subsidiar ^ 
ihrem ganzen Vermögen, und die Gläubiger können sich, ohne daß die Einre e 
Theilung entgegengesetzt werden dürfte, an dem gesamten Vermögen eines jeden ein) 
Mitgliedes schadlos halten. 
2 Hubert-Valler oux, Les associations coopératives (Paris 1884) 
209—214. Hans Krüger, Les sociétés coopératives en Allemagne in der . 
d’économie politique' VI (1892), 1187—1153. Dieser Aufsatz gibt eine zusa'" 
fassende Uebersicht über Ursprung, Organisation, Zweck und damalige Lage ^ 
nossenschaften nach dem Princip Schulze-Delitzsch, die Raiffeisen-Kassen, die a 
vereine u. s. w. 
Iw 
haben 
Stifter 
n Deutscht
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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