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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

82 
FRANKREICH. — Militär Landmacht). 
Heer im J. 1812, ungefähr 743,000 M., oder ohne die Gehörten des 
ersten Heerbannes (Nationalgarde) und die Gendarmerie : (i()2,00(i Mann 
Hiezu : die Truj)pen des Königreichs Italien 40,000 
Neapels 50,000 
der deutschen Rheinbundstaaten . . . 120,000 
Polens {des »Herzogthunis "Warschau«) . 50,000 
, Zusammen mehr als 900,000 Mann 
Zum russischen Feldzuge stellte aber auch Oesterreich ein Hülfs- 
corps von 30,800, Preussen ein solches von 23,300 Mann. — Die ganze 
M'ftcht, welche gegen das Czaarenreich in Bewegung gesetzt wurde, be 
trug (nach Thiers) 420,000 M. ; durch Nachsendungen stieg die Zahl 
auf 533,000. Hievon kamen als geordnete Corps nur noch zurück: un 
gefähr 30,000 Oesterreicher und Sachsen, und 15,000 Preussen und 
Polen. Aus den aufgelösten Truppen sammelte man später wieder 30— 
40,000. Die Russen machten nach ihren Angaben gegen 100,000 Ge 
fangene. Manche Flüchtlinge gelangten vereinzelt (siech!) in ihre Hei- 
math zurück. Jedenfalls gingen auf französischer Seite wenigstens 300,000 
der kräftigsten jungen Männer zu Grunde. *) — Dies gegen Russland 
geführte Heer bestand übrigens zur grössern Hälfte aus Nichtfranzosen. 
Es zählte : 
Infanterie : Bataillone 299 französische, 306 verbündete, zus. 605 
Cavallerie: Schwadr. 251 - 275 - - 526 
Pferde: 34,580 - 40,140 - - 74,720 
Das Verhältniss der Franzosen mindert sich noch weit mehr, wenn 
man die Deutschen, Italiener und Schweizer aus den Frankreich unter 
worfenen Provinzen abrechnet. 
Die Aushebungen unter der Regierung Napoleons I. betrugen 
nach den Senatus-Consulten nahezu drei Millionen Mann. Davon 
kamen auf das J. 1813 nicht weniger als 1’140,000, nemlich: 
11. Jan. Senat.-Consult (sogleich nach dem russischen Feldzuge) 350,000 M. 
3. Apr. ditto (nach der Kriegserklärung Preussens) .... 180,000 - 
24. Aug. ditto 00,000 - 
9. Oct. ditto (nach dem Beitritte Oesterreichs zur Allianz' . . 280,000 - 
15. Nov. ditto (nach der Leipziger Niederlage) 300,0l(g - 
Ausserdem sollten 174,600 Nationalgardisten für den Festungs 
dienst verwendet werden. (Die Neuzeit sah nur scheinbar stärkere Aus 
hebungen ; vergl. Verein. Staaten.) Um jene ungeheuere Conscribirten- 
zahl aufzubringen, bot man einerseits die gesetzlich erst in den Jahren 
1814 u. 15 dienstpflichtigen Jünglinge zum Voraus auf; anderseits grift’ 
man zurück, zunächst auf die Classen von 1809—12, dann auf die von 
1807, endlich sogar auf die vom J. XI der Republik (1803). — Anfangs 
des Feldzugs von 1813 besass Napoleon entschieden die zahlreichere 
Macht. Nach dem Anschlüsse Oesterreichs an die Verbündeten änderte 
sich das Verhältniss, doch keineswegs sehr bedeutend. Nach Bernhar- 
di’s kritischer Berechnung (in Toll’s Denkwürdigkeiten) war die Stärke 
der Heere auf dem Hauptkriegsschauplatze in Deutschland im Aug. 1813: 
Als die grosse Armee Moskau erreichte, war sie bereits auf 95,000 M. 
zusammengeschmolzen, und hatte somit, ehe die Kälte einbrach, zwei Drittheile 
ihrer Mannschaft verloren (siehe hinten Russland, militärgesch. Notizen).
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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