Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

3838 Die Entstehung der exakten Wissenschaft. — Die Mathematik. 
Einen neuen Antrieb seiner Erneuerung und Umgestaltung 
empfängt der Zahlbegriff sodann von seiten der Gleichungs- 
lehre, indem hier zuerst die Bedeutung des Negativen und 
Imaginären sich deutlich darstellt. Freilich kann man gerade 
an dieser Stelle verfolgen, wie das philosophische Begreifen mit 
den Fortschritten der mathematischen Einzelerkenntnis nicht 
gleichen Schritt zu halten vermag: wie nur allmählich und 
schrittweise das logische Recht der neuen Gedanken erkämpft 
wird. Die negativen Zahlen gelten anfangs noch schlechthin 
als „absurde Zahlen“; das Imaginäre wird dem „Unmöglichen“ 
durchweg gleichgesetzt. Es ist — wie Cardano, sein eigentlicher 
Entdecker, ausspricht — eine „sophistische Grösse“: ein Ge- 
bilde, das lediglich auf formaler Logik beruht, „da man an ihm 
nicht, wie an den übrigen Grössen, die Rechnungsoperationen 
ausüben, noch weiterhin fragen kann, was es ist und zu bedeuten 
hat“.1865) Wäre die Anwendbarkeit der allgemeinen algebraischen 
Verfahren und Betrachtungsweisen für das Imaginäre ausge- 
schlossen, so wäre damit freilich das Verwerfungsurteil notwendig, 
das hier gefällt wird. Die Geschichte der Mathematik aber weist 
einen andern Weg: es galt eine neue Logik zu schaffen, die dem 
neuen Inhalt gerecht würde. Der Zahlbegriff in seiner Weiter- 
bildung vollzieht daher am klarsten den Bruch mit dem über- 
lieferten Ideal des Erkennens. Wenn wir von den einzelnen 
Individuen und „Substanzen“ ausgehen sollen, um sie in begrift- 
lichen Merkmalen abzubilden, so müssen wir für jeden noch so 
allgemeinen Begriff zuletzt eine konkrete Entsprechung fordern, 
so muss jeder Gedanke, der sich nicht derart als mittelbares 
Abbild vorhandener Gegenstände beglaubigen kann, hinfällig 
werden. Die neue Denkweise indes lehrt von dieser Forderung 
absehen: nicht als Erzeugnis der „Abstraktion“ vom Einzelnen, 
sondern als Erzeugnis der Definition entsteht ihr der Begriff. 
Die Grundlegung kann vollzogen werden, die Geltung und deı 
Eigenwert unserer ersten gedanklichen Relationen kann entwickelt 
und ausgebildet werden, unbekümmert darum, ob direkte Gegen- 
bilder für sie in der Welt der dinglichen Wirklichkeit vorhanden 
sind. So wird auch die Zahl zum Ausdruck eines reinen Ver- 
lahrens und einer Operation des Denkens: ihr „Sein“ ist gesichert, 
wenn es gelingt, eine strenge und allgemeine Erklärung zu finden
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Deutsche Wirtschaft. Hobbing, 1926.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.