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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

114 
RUSSLAND. — Finanzen (Budget). 
71 Mill, (welche Summe übrigens nicht ausreichte), jene für die Marine 
zu 2G%. Jetzt erscheinen : die Landmacht im ordentl. und ausserordentl. 
Etat mit 157,3, die Marine mit 21,7, beide zusammen mit 179 Mill. ! — 
So verschlingen also die unproductiven Ausgaben : Schuld und Heer, 
über 238Ys Mill., d. h. beinahe 69 Proc. der wirklichen »ordentlichen 
Einkünfte « . 
Wir haben früher ein durchschnittl. Jahres deficit von 30 Mill. S.-R. 
angenommen. Auch der engl. Gesandtschaftssekretär zu Petersburg, Hr. 
Erskine, schätzte dasselbe 1861, fast ganz übereinstimmend damit, auf 
4%Mill. X. Das Deficit nöthigte schon in jener Zeit Ukas vom 30. Dec. 
1861) zu Steuererhöhungen bei: Kopfsteuer, Stempelpapier, Zoll (5 %) 
und recommandirten Briefen. — Aus den sämmtlichen officiell veröfient- 
lichten Budgets sind gleichwol weitere Deficite nachweisbar (nemlich 
Ergänzung der Einnahmen durch n^^e Schulden), und zwar 1862 
14’757,900, 1863 15’707,770, 1864 46’486,000 R. S., also im 
Durchschnitt fast 26 Mill. Allerdings hat im letzten Jahre der polnische 
Aufstand und der nun beendigte Kaukasuskrieg einen ausserordentlichen 
Aufwand erfordert, welcher fortan hinwegfällt. 
FÍDanzgeschichtliches. Vor Peter I. waren die Einkünfte sehr gering. 
Er steigerte sie durch Verpachtung, Erhöhung und Einführung neuer 
Auflagen auf das Fünffache. Sie betrugen 1725 10' I 86,000 d. h. 
nach der jetzigen Ausprägung etwa 60 Mifl.) Rub. Hauptquellen: Kopf 
steuer gegen 4’290,000, Zölle l'200,00(i, Branntweinsteuer 980,000, 
Salzsteuer 662,000 Rub. — 17 70 schätzte man die Einkünfte auf 28 Mill, 
preuss. Thlr. 1 782 betrugen sie 44’587,000; 1801 88’607,000 Thlr. 
(In dieser von Reden gegebenen Reduction auf preuss. Thlr. scheint je 
doch übersehen, dass der Rubel früher in einem höhern Silberwerthe 
ausgeprägt ward.) — Tegoborski bekennt, dass die Staatseinnahmen 
bis 1839 die Summe von 163’75 1,000 S.-R. nie überstiegen. 
Finanzen Polens. Nach einer Veröffentlichung in der Warsch.#Ztg. 
betrugen 1860 die wirkl. Einnahmen (einschl. Rückstände 1 8'272,11 2, 
die Ausgaben 15’949,826 R., sonach Ueberschuss 2 322,286, der den 
TU SS. Cassen zufloss. Im russ, Budget für 1862 war der Ueberschuss 
aus Polen zu 3’174,862, und in dem für 1863 zu 3’150,000 R. veran 
schlagt. Näheres ist nicht bekannt. 
Finanzen Finlands. Es wird ein Civil- und davon gesondert ein 
Militärbudget geführt (in Mark Silber, 4 Mark = 1 R. S.i. Das 
für 1863 schliesst so ab: 
Civilbudg. Militärbudg. Zumammen 
Einnahmen 12’2t>4,50l 2’520,960 14’725,461 Mrk. 
Ausgaben 11’902,715 2’397,485 14’300,200 - 
Ueberschuss 301,796 123,475 425,261 - 
Zu den ordentl. Einnahmen liefern: die indirecten Auflagen 
7’437,578, die Grundsteuer 2,504,000, Gewerbst. 103,600, Köpfst. 
1’238,500, Die Aufstellung ist übrigens unvollständig, da noch ver 
schiedene Specialetats bestehen. Der Ertrag der Domänen fliesst dem 
Militärbudget zu. 
Sebalden. Ein Bericht des Finanzministers vom Novbr. 1861 gibt 
deren Bestand für den 1. Jan, 1864 folgendermassen an;
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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