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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

RUSSLAND. — Militär Landmacht). 
125 
Beim Kampfbeginne war indess die russ. Armee weitaus die schwächere; 
sie betrug (nach den Einzelangaben in »Toll's Denkwürdigkeiten<î) \ 
Truppen in erster Linie: 
Erste Westarmee, unter Barclay de Tolly, am Niemen, 6 Infanterie- u. Mann 
2 Cavallerie-Corps, 76,800 Infanterie, 17,450 Cavallerie, 10,000 Ar 
tillerie (mit 558 Geschützen), zus., ungerechn. 6—7000 Kosaken 104,250 
Zweite Westarmee, unter Bagration, bei Slonym, 4 Infanterie- und 2 
Cavallerie-Corps (mit 216 Kanonen), unger. 4000 Kosaken . 35,000 
Reservearmee, unter Tormassow, in Volhynien, mit 164 Kanonen und 
einer Anzahl Kosaken . 36,000 
Zusammen in erster Linie höchstens 175,000 
reguläre Soldaten mit 938 Geschützen, ungerechnet die vorerst wenig zu gebrau 
chenden Kosaken. —Dieser vergleichsweise schwachen Macht gegenüber drang 
Napoleon mit mehr als 400,000 Mann vor. 
In zweiter Idnie standen unter Sacken 42,500 M Aus dritter Linie er 
hielt die Activarmee allmälig 46,000 M. Infanterie und 9300 Reiter, Recruten, 
zur Verstärkung. Ausserdem standen in Finland unter Steinheil 30,000 und an 
der Donau 53,000 Mann. 
So vermochte Russland 1812 niemals 300,000 M. gleichzeitig unter 
die Waffen zu bringen. — Bei Smolensk kämpften 121,118 M., wovon 
höchstens 113,000 Linientruppen. Bei Borodino: 
Baasen Franzosen 
Infanterie . . 72,000 82,000 
Cavallerie . 17,500 26,000 *) Ausserdem 7000 Kosaken, die 
Artillerie . 14,500 15,000 wenig, und Milizen, die hier gar nicht 
Zus. 104,000*) 123,000 zu gebrauchen waren, 
Geschütze . . 640 587 
Die Verluste in dieser Schlacht waren ungeheuer ; bei den Franzo 
sen 28,000 und 31 — 35,000 Leichtverwundete; bei den Russen 52,000 
die Hälfte der Armee, wovon nur etwa 1000 gefangen. Die Fran 
zosen kamen blos noch 95,000 M. stark nach Moskau. {Toll.) 
Der Feldzug brachte auch das russ. Heer beinahe zur Auflösung, 
— fast so sehr wie das der Franzosen. Ganze Compagnien wurden ver 
nichtet ; von Bataillonen blieben 2 — 3 M. übrig (Angabe Butturlin’s, 
Adjutanten des K. Alexander) ; die 120,000 M. der Hauptarmee unter 
Kutusow schmolzen auf 35,000, die 50,000 unter Wittgenstein auf 
15,000 zusammen ; von einer aus dem Innern Russlands gesendeten Ver 
stärkung von 10,000 langten 1700 auf dem Kriegsschauplätze zu Wilna 
an (Angabe des engl Commissärs Sir Robert Wilson). Toll berechnet : 
Die beiden Westarmeen betrugen (abzügl. des Wittgenstein’schen Corps 
von 21,000): die erste Westarmee 83,000, die zweite 35,000 = . . 118,000 
An Verstärkung und Ersatzmannschaften erhielten sie ... . 91,8(M) 
Zusammen 209,800 
In Wilna waren Mitte December noch bei den Fahnen .... . 40,290 
Folglich Abgang von Ende Juni bis Mitte December 169,510 
In den Lazarethen lagen 48,335 M. Wenn selbst, was erweislich nicht der 
Fall die Mehrzahl dieser Erkrankten genesen wäre, blieb der Venust doch 
noch immer grösser, als die ursprüngliche Zahl der Gesammtmannschaft. Ein 
Abgang von ‘Vti der gesammten Mannschaft ist gewiss unerhört. 
Die Napoleon nachrückende russ. Armee betrug im Jan. 1813 nur 
noch 15,000 M. {Toll). Während der beiden Feldzüge von ^13 und 
1814 stieg die russ. Truppenzahl schwerlich jemals auf 150,000. (Bei
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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