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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

20 
GllOSSBKITAXIEX. — Militär (Landmacht,,. 
Vorschüsse etc. für Baden, Darmstadt und Braunschweig datiren noch 
aus den letzen Jahren des vorigen Jahrhunderts. — Im Allgemeinen 
sollen die von England gezahlten Subsidien in den franz. Kriegen pr. 
Soldat und pr. Jahr 11 € 2 Shill, betragen haben. Schon anfangs des 
J. 1&G2 waren diq Zahlungen für Verzinsung der für Griechenland ver 
bürgten Anleihe auf 8-17,545 £ gestiegen. 
Landmacht. Formation. Das Heer wird nur durch Werbung 
17—25jübriger Freiwilliger gebildet. Die Capitulationszeit ist gewöhn 
lich bei der Infanterie 7 oder 1 0, bei der Cavallerie und Artillerie 12 
Jahre. Das Handgeld wechselt, je nach dem Mannschaftsbedarfe. Der 
englische Soldat ist der bestbezahlte und in der Hegel bestgenährte in 
Europa. Dessen ungeachtet wird der Dienst zu I.ande weit geringer 
geachtet als der zur See. Die Löhnung betrügt 1 Shill, und 1 Den. 
täglich (etwa 11 Sgr.) bei der Infanterie, I Shill. 4 Den. bei der Artil 
lerie ; dazu gewähren Wohnung, Kleidung und I,ebcnsmittel einen Vor 
theil von wenigstens 1 Shill. — Die Officiersstcllen, vom Obrist 
lieutenant abwärts, sind käu fl ich ; selbst die traurigen Resultate des 
Krimfeldzugs konnten eine Aenderung nicht erwirken. Niehtkäuflich 
sind die Stellen im Feldzeugamte (d. h. in der Artillerie und im Genie) 
und die durch Tod oder Versetzung vacant gewordenen; auch findet in 
der Marine kein Verkauf statt. (Freis einer übristlieut.-Stelle bei der 
Fussgardo 7250 £, bei der Linieninf. 4500, der Stelle eines Cornets bei 
der Garde 1200, eines Fähnrichs bei der Linieninf. 4 50 £. Der Ge- 
sammtwerth aller verkauften Officierspatente wird zu 8’OOS, 535 C an 
gegeben.) Der Erlös aus dem Verkaufe von Officierspatenten war: 
1844 1845 1853 1854 
:i 41S,s<)5 520,000 024,‘^40 5:(l,:m 
Eine \erfügung vom November 1850 schafi’te die körperlichen Züchti 
gungen der Soldaten (mit »der Oschwänzigen Katze« ab, vorbehaltlich 
gewisser Ausnahmcfälle. Das Avancement war ihnen bis zum Krim- 
Feldzuge beinah unbedingt abgeschnitten und ist auch jetzt nur aus 
nahmsweise ermöglicht. Die Zahl der zu üfficieren beförderten Unter- 
officiere betrug in den fünf Friedensjahren 1840— 1853 zusammen nur 
104, dagegen in den zwei Kriegsjahren 1 854 und 1855 231. — Deser 
tionen kamen im J. 1857 1888 vor. Die Mannschaft erprobte sich stets 
als brav und unerschütterlich im Kampfe, ist indess schwer beweglich ; 
das Officiercorps aber umfasst viele gering befähigte Adelige. — Die 
ganze Existenz des stehenden Heeres hängt übrigens von den alljähr 
lichen Beschlüssen des Parlaments ab; nur immer auf ein Jahr erfolgt 
die Genehmigung der sog. Mutiny-Bill. — Organisation: 
A. Infanterie: 3 Keg. Grenadiergarde'Grenadicr-Guards, Cold- 
steam, Scots Fusileers, zusammen ange bl. 1 3,000 M.) ; 1 00 Linien 
regimenter V. 1000—1400; die meisten blos von einem Bataillon. Die 
ersten 25 sind sog. Doppelregimenter, neml. mit doppelter Zahl; ferner 
hat das üO. Regiment (Büchsenschützen) 4 Bataill. und zählt fast 5000 M.
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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