Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

ALLGEMEINE VERHÄLTNISSE. — Sterblichkeit. 
499 
Folgendes : Mit dem Beginne der Mannbarkeit tritt in der Regel für beide 
Geschlechter ein Minimum der Todesfälle ein. Dann erfolgt eine Ver 
mehrung derselben, zunächst bei den Frauen ; nur in dieser kritischen 
Periode (in der die ersten Wochenbetten mehrfache Opfer fordern) haben 
sie stärkere Verluste als die Männer. Bei den letzten erfolgt die Steige 
rung etwas später; vom 21. — 25. Jahre stellen sich bei ihnen ansehn 
liche Einbussen ein; kaum ein Zweifel, dass die grosse Sterblichkeit im 
Militär auf die betreffende Ziffer ein wirkt. Darauf mit 30 Jahren ein 
zweites Minimum bei den Männern. Vom 40. Jahre an starke Zunahme 
der Sterblichkeit bei beiden Geschlechtern. 
In England berechnete man die längere Lebensdauer der Frauen 
durchschnittlich zu 2 Jahren; Milnes fand sie in Schweden 3,2, Marc 
d’Espine in Genf 3,5 Jahre. Für Frankreich ermittelte Legoyt 1851 
bis 1853 einen noch viel grösseren Unterschied, und zwar sowol was 
das mittlere Alter, als was die wahrscheinliche Lebensdauer 
betrifft, nemlich : 
Wahrsch. Lebensdauer der Männer 36 J. 3 M. Mittleres Alterd. Männer 35 J. 3M. 
- Frauen 40 - - Frauen 42-lOM. 
Untersch. zu Gunsten der Frauen 3 J. 9 M. Untersch. zu Gunsten d. Fr. 7 J. 7 M. 
Unter den Versicherten der Gothaer Lebensversicherungsbank war 
nach den genauen Beobachtungen, welche Hopf im Bulletin de la Com 
mission centrale de statistique de Belgique Tom. VIII. pg. 507 mittheilt, 
in den Altern von 20—40 Jahren die Sterblichkeit des weiblichen Ge 
schlechts noch einmal so gross wie die Sterblichkeit des männli 
chen; vom 40. bis 60. Jahre war die Sterblichkeit beider Geschlechter 
gleich, vom 60. bis 70. Jahre war die Sterblichkeit der Frauen ge 
ringer als die der Männer, und jenseits des 70. Lebensjahres wurde 
sie wieder grösser. 
Einwirhingen guter und schlimmer Jahre auf die Lebensverhältnisse, 
Wie gross diese Einwirkung, haben wir schon gelegentlich angedeutet 
(z. B. S. 55 — 58, Frankreich, Zahl der Heirathen, Geburten und 
Sterbfiille in guten und schlimmen Jahren). »Es klingt eben nicht poe 
tisch, ist aber trotzdem wahr, dass die Menge der Ehen in jedem Jahre 
von den Kornpreisen abhängt. Je wohlfeiler das Brod, desto mehr Ehen, 
und umgekehrt.« Sodann kann man bei jeder Truppenaushebung wahr 
nehmen, ob das Jahr, dem die Aufgebotenen angehören, eine reiche, 
mittlere oder schlechte Emdte geliefert hatte. Die Conscribirten aus 
1 heuerungs- und Nothjahren bleiben nicht nur der Menge nach unter 
der Mittelzahl, sondern sie sind auch im Durchschnitte weniger kräftig 
und kleiner, indem verhältnissmässig weit inehr von ihnen als sonst 
das Normalmaas nicht erreichen.*) So bestätigt sich die Bemerkung des 
trefflichen Quetelet; »Es scheint, dass Nothjahre ihr Gepräge der mensch 
lichen Gattung tief eindrücken, ganz so, wie strenge Winter ihre Spur 
in dem Holzwuchse unserer Wälder zurückzulassen pflegen.« — Beson 
ders erschreckend treten aber die Wirkungen der Theuerungsjahre in 
Man hat lange geglaubt, die kinderreichen Jahre lieferten die meisten 
Sterblinge. Die Vitalitätstafeln von Hermanns beweisen die Unhaltbarkeit die 
ser Unterstellung wenigstens als Regel, ganz übereinstimmend mit der oben 
erwähnten Wahrnehmung. 
32
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.