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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

Anhang. Zur Philosophie der Statistik. 
539 
Jahre 
1821—30 
1831—40 
1841—50 
1851—60 
in Frankreich 
6,69 % 
5,07 
4,49 
2,59 
in England 
15,89% 
14,27 
13,00 
11,18 
Jahre 
1831—39 
1840—46 
1847—52 
1853—55 
1856-58 
1859—62 
in Preussen 
14,49% 
7,93 
5,10 
1,57 
3,12 
4.26 
Da tritt nirgends die gefürchtete geometrische, es tritt nicht einmal 
eine constante arithmetische Progression hervor. Andere Daten aber 
lassen keinen Zweifel, dass sich in der Regel der Volkswohlstand ent 
schieden mehr hob, als die Volksmenge, und dass, wenn ausnahmsweise 
ein Stillestehen oder gar eine Verminderung der letzten sich ergab, diese 
Veränderung gerade von einer tiefen Erschütterung des allgemeinenWohl- 
befindens herrührte. Eine Vergrösserung der Verhältnisszahl bei der 
Volksvermehrung pflegt in dem Masse zu erfolgen, in welchem eine \ er 
besserung in der Lage des Volkes eine solche stärkere Zunahme eben 
so wol rechtfertigt als erklärt. . , , 
Selbst in den Erscheinungen, welche vermeintlich aus der »natür 
lichen Ordnung der Dinge.heraustreten«, ergibt sich eine B«tändig- 
keit in den Resultaten, eine periodische Wiederholung der gleichen Zah 
len, welehe weit mehr als bloses Erstaunen zu erwecken geeignet ist. 
Beim Beginne jedes neuen Jahres lässt sich bis auf kleine Schwankungen 
mit Bestimmtheit Voraussagen, wie viel Menschen im Laufe der nächsten 
12 Monate in einem Lande oder einer grossen Stadt gewaltsam umkom 
men werden, theils durch Unglücksfälle, sonach »zufällig«, wie man es 
nennt, theils durch Selbstmord, theils durch Verbrechen. Nehmen wir 
z. B. die statistischen Tafeln von Baris vor der Zeit der letzten Stadt 
erweiterung. Da hatte man des Jahres etwas mehr als «00 gewaltsame 
Todesfälle, worunter ein wenig Ober 400 »zufällige«, und davon etwas 
über anderthalb hundert durch Ertrinken herbeigeführte. So ergaben 
sich an unabsichtlichen Tödtungen (morts arndmlelks) : 
1850 419 Fälle, wovon 153 durch Ertrinken, 
1851 409 - - 157 - 
Im Ganzen kamen zur nemlichen Zeit mit Einrechnung der Selbst 
morde jährl. 200 bis 220 Personen im Wasser um, und beiläufig 50 
durch Erhängen; — gleichsam als ,,ordentliches Budget. 
Die Ermordungen werden mit solcher Regelmässigkeit begangen 
und haben ein so gleichmässiges Verhältniss zu gewissen, zum 1 heil 
bereits ermittelten Normen, wie die Bewegungen der Ebbe und Hut , 
und die gewöhnlichen Folgen der Jahreszeiten. *) Ja die Jahreszeiten 
*1 Aus der uns gerade zu Gesicht gekommen «Uebersicht der in den Jahren 
1853-62 iinGrossh. Hessen vorgekommenen gewaltsamen Tödtungen« entnehmen 
wir folg. Daten bezügl. der Tödtungen durch Unglücks fälle: 
in den 3 Jahren 1853—55. . . . 567 Fälle=jährl. 189 
1856-58. ... 554 - - 84/, 
1859—61. ... 583 - - ¡94% 
in dem einen Jahre 1862 • 
Durchschnitt 189,6 
Nimmt man zu obigen Fällen auch noch die der Tödtungen durch Ver 
brechen, Selbstmord und Hinrichtungen, so ergeben sich folgende Zahlen :
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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