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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

IV 
Vorwort zur ersten Auflage. 
Die Statistik soll eine Darstellung der Staaten sein, ihrer 
Zustände und Kräfte , und der gesellschaftlichen socialen) Ver 
hältnisse in diesen Staaten. Sie wendet vorzugsweise Ziffern 
an, doch ist es keineswegs ihre Aufgabe, blos Berge von Ziffern 
aufzuhäufen. Sie bedient sich vielmehr der Zahlen, wo es thunlich 
ist, als des klarsten und bestimmtesten Bezeichnungsmit 
tels. Allein auch die Zahlenangahcn bedürfen vielfach der Er 
läuterung und Erklärung; zudem ergibt sich deren wahrer 
Werth meistens erst aus Vergleichungen. So wird die Statistik 
zu einer vergleichenden und heurtheil enden Darstellung 
der wichtigsten Momente des Staats- und Völkerlebens. Die Sta 
tistik, welche sonach zuerst die in ihr Ciebiet gehörenden That- 
s ach eil festzustcllen, dann deren Veranlassungen zu ermit 
teln hat, erstrebt endlich als Wissenschaft die höchste ihrer Auf 
gaben, wenn sie die Gesetze erforscht, als deren Ergebnisse die 
vorhandenen Gestaltungen erscheinen. 
Es mag genügen, diesen allgemeinen Andeutungen einige 
specielle Bemerkungen, blos aphoristisch, beizufügen. 
Viele ausgezeichnete Statistiker Frankreichs wollen aus dieser 
Wissenschaft Alles ausschliessen, was sich nicht in Zahlen aus- 
drücken lässt. Uns ist aber die Ziffer nur Mittel zum Zwecke, — 
zwar das in den meisten Fällen beste, weil klarste und bestimm 
teste, doch nicht einmal das alleinige Mittel, um so weniger, weil 
dasselbe öfters nicht anwendbar oder nicht ausreichend ist. Das 
Mittel der Darstellung — die Methode — darf cs aber niemals 
sein, wodurch die Grenze der Wissenschaft principicll 
bestimmt wird. 
Dabei ist die blose Aufstellung und Summirung der Ziffern — 
wie sie sich darnach logisch beinahe als Selbstzweck ergäbe, etwas 
an sich Unfruchtbares und meistens völlig Unnützes, weil die todte 
Ziffer für sich allein keinen genügenden Begriff gewährt.*' Ge 
rade die bewusste oder unbewusste Huldigung vor dem blosen 
Ziffern- und Tabellensysteme hat — wie es nicht anders sein 
konnte — vor der Statistik selbst zurück ge schreckt, vor die 
ser Wissenschaft, welche in so vielfachen Beziehungen des Lebens 
aufzuklären und wesentlich zu nützen vermag. — Unserer Ansicht 
nach gewinnt die Statistik Werth und Bedeutung erst dann, wenn 
sie die Verhältnisse und Zustände vergleichend, prüfen d 
*) Wenn man die Statistik vollständig auf dasjenige beschränkt, was sich 
in Zahlen ausdrücken lässt, dann, aber auch nur dann, ist der Vorwurf begrün 
det: »die Statistik führt irre« ; denn alsdann wird den Zahlen, welche innerlich 
sehr verschiedene Werthe bezeichnen , sofern sie nur unter eine und dieselbe 
Rubrik gehören, die gleiche llddeutung beigelegt. Wir hoffen, unsere ganze 
Aufl'assungs- und Darstellungsweise werde keinen Leser zu dem Glauben ver 
leiten, dass 100,000 türkische Soldaten absolut den nemlichen Werth besässen, 
wie 100,000 französische; oder etwa, dass eine Vergrösserung Frankreichs um 
einige hundert Uuadratmeilen an seiner Ostgrenze in Europa nicht eine ganz 
andere Bedeutung hätte, als eine Erweiterung des algerischen Binnengebiets 
von solcher Ausdehnung. Eben darum darf die Statistik aber auch nicht auf 
den alleinigen Gebrauch der Ziffer beschränkt werden.
	        

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Der Produktionsprozeß Des Kapitals. J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H., 1928.
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