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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

106 
grösserer Unterschied des Reichtlinins besteht als zwischen 
dem zweiten und letzten und doch beträgt die Differenz des 
Zinssatzes zwischen der österreichischen und preussischen Dank 
1)los Vt Tercent, die des Zinssatzes zwischen der preussischen 
und französischen Bank aber beinahe '/a Bercent. Die Auf 
klärung dieses Häfhsels liegt ziemlich nahe. Die Bankraten 
der westeuropäischen grossen Zetfelinstitute sind eben mit dem 
durchschnittlichen Zinsfusse, wie er sich auf offenem idarkte 
für erstes l’apier herausstellte, im grossen (faiizen immer 
gleichbedeutend, während die österreichische Bankrate iin 
Durchschnitte nicht unwesentlich niedriger ist, als der Durch 
schnittssatz auf dem österreichischen idarkte und keinen ver 
lässlichen Anhaltspunkt für die wirkliche Höhe des landläu 
figen Zinsfusses gibt. ]\[au darf nicht vergessen, dass eine 
Zettelbank wohl einen sehr bedeutenden Antheil vom Escompte- 
geschäfte jedes Landes absorbirt, dasselbe jedoch keineswegs 
monopolisiren kann. Nach einer Zusammenstellung, welche die 
in Wien unter dem Titel „D(‘r Tresor“ erscheinende Zeitschrift 
am 10. November 1875 über das Escompteportefeuille aller 
österreichischen und ungarischen Creditinsfitute brachte, war die 
österreichische National bank im .Jahre 1871 mit o4 l’crcent, im 
Jahre 1872 mit J5 6 Bercent, im Jahre 187J mit J7'8 Bercent 
und im Jahre 1874 mit JO Bercent am gesammten Escompte 
der österreichischen Creditinstitute betheiligt, also im Durch 
schnitt mit ungefähr einem Drittheil. Bedenkt man, dass ausser 
den Creditinstituten (zu denen übrigens in der Zusammen 
Stellung des Tresor auch die Sparcasseu und Versicherungs 
gesellschaften gerechnet sind) noch sehr bedeut ende ander 
weitige Geldquellen in jedem Laude existireu — wir erwähnen 
blos die grossen Eisenbahnen und die Brivatescompfeure — 
und dass ferner insbesondere in Oesterreich auch das Ausland 
an den Escomptegeschäften stark betheiligt ist, so wird mau 
zu ' dem Schlüsse gelangen, dass die österreichische National 
bank schwerlich mehr als 20 IVrcent" des Gcsammt-Esconqife- 
geschäftes der iMonarcIde in Händen hat. Und es ist eine in 
Oesterreich ebenso bekannte Thatsache, dass die andern Geld- 
([uellen mit ihrem Escomptesafze unbekümmert um die Bank- 
rate fast ausnahmslos sehr bedeutend, in der Provinz häufig 
mit dem Doppelten, über diese hinausgehen.
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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