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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

Ißß — 
Exporteure von Fall zu Fall genau compensiren, ja in Wahrheit 
nur gegen einander ausgetauscht werden, so ist diese Wirkung 
der Coursfluctuationen für die Gesammtheit gleich gütig. 
Anders verhält es sich mit den Coursen, wie sie im 
JVlomente jedes Geschäftsabschlusses gegeben sind. Diese 
bewirken, dass ein Land auf den fremden Märkten billig oder 
theuer kauft, theuer oder billig verkauft, je nachdem 
seine Zahlungsbilanz günstig oder ungünstig ist. Der 
Wechselcours drückt eben aus, wie hoch die Zahlungs 
mittel jedes Landes auf den fremden j\[ärkten im Preise 
stehen , d. h. ob ihre Kaufkraft grösser oder geringer 
ist als die der Zahlungsmittel anderer Länder. Wenn der 
Wechselcours auf London in Paris ein Percent unter Pari 
stellt, so bedeutet dies, dass ein Pfund Gold zu englischen 
Sovereigns ausgeprägt in Frankreich um ein Percent weniger 
Güter aller Art kaufen kann, als dasselbe Pfund Gold in 
französischen Zwanzig-Francs-Stücken, und dass man umgekehrt 
für ein Pfund französischen Goldes in England um ein Percent 
mehr zu kaufen vermag , als für ein Pfund englischer Gold 
münze. Das im Wechselcourse begünstigte Land gewinnt 
also beim Verkaufe und erspart im Einkäufe auf allen fremden 
Märkten. Es ist aber klar, dass Derjenige, dem für dieselbe 
Waare mehr bezahlt werden muss als jedem Anderen , und 
dessen Zahlungsmittel höheren Werth haben als die aller 
Concurrenten, schwer verkaufen und sehr leicht kaufen wird. 
Wenn in London der Wechselcours auf Paris ein l’ercent über 
Pari, der auf Berlin dagegen Pari steht, so wird der Engländer 
unter stmst gleichbleibenden Verhältnissen es vorziehen, in 
Deutschland statt in Frankreich zu kaufen, da er auf diese 
Weise dem einpercentigen Abzüge von seiner Zahlungsvaluta 
entgehen kann. Dagegen wird der Franzose in England den 
deutschen Käufer leicht überbieten können, da dort eben seine 
Münze lieber genommen wird als die deutsche. Jedes Land 
wird also desto leichter kaufen und schwerer verkaufen, je 
günstiger, und umgekehrt desto leichter vei-kaufen und schwerer 
kaufen, je schlechter seine Wechselcourse sind. Wenn der fran 
zösische Exporteur, solange die Course Pari standen, von 
seinem englischen Kunden einen Wechsel über 100 Pfd. Wt. für 
eine bestimmte Waa reu Sendung erhielt, so wird er, wenn der
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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