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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

/ 
— 168 — 
und um denselben Betrag den Baarmittelvorratli jener Länder 
vermehren, denen es denselben schuldig geworden ist. Dadurch 
aber wird die Kauflvraft des Geldes in dem betreffenden Lande 
steigen und in den fremden Ländern, welche die Baarsen 
dungen erhalten haben, entsprechend sinken ; es werden also 
hier die Geldpreise aller Güter sinken, dort die Preise der 
selben Güter steigen. Dies kann unmöglich ohne Einfluss 
auf den Handelsverkehr bleiben. AVenn in einem Lande die 
Preise zurückgehen, so wird dies nothwendiger Weise die 
früher bestandenen Importe mancher ’W'^aare aufheben, die 
früher nicht vorhandene Exportfähigkeit anderer Waaren her 
beiführen, und dies umsomehr, wenn gleichzeitig in den Ver 
kehrsgebieten, mit denen dieses Land seinen Aussenhandel 
betreibt, eine relative Preissteigerung cintritt. Jetzt wird erst 
recht der Import dieses Landes sinken, sein Export steigen, 
u. z. insolange, bis das Gleichgewicht in dessen Zahlungs 
bilanz hergestellt ist. Und dies wird sich mit der Gewalt 
eines Naturgesetzes vollziehen; denn solange die ungünstige 
Za Illungsbilanz anhält, wird auch der Abfluss der Circula- 
tionsmittel nicht auf hören, und dadurch wird nothwendiger 
Weise doch endlich jene Wohlfeilheit aller Güter herbeigeführt, 
die ein ferneres Ueberwiegen der Importe über den Export 
unmöglich macht. Allerdings kann, wie schon im vorigen 
Capitel angedeutet wurde, der durch die Zahlungsbilanz 
bedingte Edelmetall - Zu- oder Abfluss dadurch vermindert 
oder auch vollständig aufgehoben werden, dass der Saldo der 
Bilanz und ebenso der Saldo aus dem Wechselaustausche durch 
Werthe 'anderer Art (Effecten, Waaren, Dienstleistungen) 
beglichen wird. Geschieht dies aber, so ist damit die soeben 
geschilderte ausgleichende Vlrkung der Wechsel course schon 
vorweg escomptirt. Es wird in dem Lande mit passiver Bilanz 
nicht erst der thatsächliche Abfluss der Circulationsmittel und 
die dadurch hervorzurufende Wohlfeilheit der anderen Güter 
abgewartet, um die Exporte zu steigern, sondern diese Steige 
rung tritt augenblicklich ein. Unter normalen Verhältnissen 
sind also dauernd ungünstige Wechselcourse schlecliterdings 
unmöglich. Sie können durch längere Zeit in Kraft bleiben, 
wenn das davon heimgesuehte Verkehrsgebiet durch eine Ver 
kettung von Umständen sein Bedürfniss an Circulationsmittelu
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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