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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

169 
stetig sinken sieht, was, wie in einem früheren Capitel ansge 
führt wurde, entweder durch ein Zurückgehen des Verkehrs, 
oder durch eine steigende Entwicklung des Creditsystems vor 
sich gehen kann. Aber endlich wird auch hier nach einer 
Reihe von Jahren der Vorrath an Circulationsmitteln derart 
eingeengt sein, dass ein ferneres Angreifen desselben ohne 
allgemeinen Preisrückgang nicht mehr möglich sein wird. Im 
Uebrigen ist diese Voraussetzung, dass ein Land bei stets 
sinkendem Verkehre dauernd als Käufer im Auslande auftreten 
könnte, an so viele kaum jemals zusammentretfende Bedingungen 
geknüpft, dass dieselbe wohl niemals zutreffen dürfte. 
Diese ausgleichende Wirkung der Wechselcourse ist im 
internationalen Handel von unermesslicher Bedeutung. Es läge 
allerdings im Interesse jedes Verkehrsgebietes, die Gewinne 
aus den Wechselcoursen dauernd zu geniesssen ; keines könnte 
aber in Wahrheit den dadurch hervorgerufenen stetigen Zu 
fluss der Edelmetalle durch unbeschränkte Zeit vertragen. 
Von Vortheil wäre eine dauernde Gunst der Exportfähigkeit 
im V aarenhandel, d. h. es wäre für jedes Land wünschens- 
W’erth, Güter aller Art billiger zu erzeugen als die Gesammt- 
heit der anderen Länder, vorausgesetzt natürlich, dass diese 
V ohlteilheit der Production nicht etwa um den Preis eines 
niedrigeren Lebensstandes der Arbeiterbevölkerung erkauft 
wird, Sündern durch leichtere wohlfeilere Lebensbedingungen 
und durch höhere Geschicklichkeit der Arbeiterbevölkerung 
hervorgerufen ist. Aber gerade hiefür ist eine der nothwen- 
digsten Voraussetzungen, dass die Zahlungsbilanz des 
betreffenden Landes nicht dauernd günstig sei. (Unter welchen 
Voraussetzungen eine scheinbare Ausnahme von dieser all 
gemeinen Regel ei nt reten kann, soll im zweiten Buche dar 
gelegt werden.) Ein einseitiges Ueberwiegen der V aaren- 
exporte oder der von einem Verkehrsgebiete dem Auslande 
geleisteten entgeltlichen Dienste ist schon aus dem Grunde 
auf die Dauer unmöglich, weil in einem solchen Falle die 
Zahlung gar nicht geleistet werden könnte. 
Das exj)urtirende liand geriethe durch eine solche llandels- 
eonjunctur in die Lage des Midas, unter dessen Händen sich 
alles, was er berührte, in Gold venvandelte und der daran 
eiendlich zu Grunde gegangen wäre, hätten die Götter den
	        

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Secretarial Practice. W. Heffer & Sons Ltd, 1930.
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