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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

impoî'tirt, das gesunde Verliältniss der Importe und Exporte 
in sehr wohltliätiger Weise ; es verhütet einerseits, dass mehr 
Waaren eingetührt werden, als das Ausland unter günstigen 
Bedingungen im Austaimche gegen Werthpapiere überlassen 
mag, und umgekehrt, dass mehr Werthpapiere exportirt werden, 
als mit Vortheil gegen Werthe anderer Art umgesetzt werden 
können. Erreicht der Waarenimport eine ungebührliche Höhe, 
so wird eben ein Abfluss von Zahlungsmitteln die Folge sein, 
die Preise werden sinken und da dies gleichzeitig einen ver 
mehrten Abfluss an Werthpapieren hervorruft und das Capital- 
angebüt des Auslandes steigert, so wird nunmehr aus doppelten 
Gründen, nämlich einerseits wegen Verschlechterung der inneren 
Marktverhältnisse, andererseits wegen der grösseren Leichtig 
keit der Production, hervorgerufen durch die Steigerung des 
(Kapitalangebotes, der Export im Waarenhandel steigen, der 
Import sinken. Wenn umgekehrt der Export von AVertli- 
papiei en ein Uebermass erreichen sollte, so werden Baarmittel 
hereinströmen, die Preise werden steigen und dies wird einer 
seits den Waarenimport befördern, andererseits alle Exporte 
hemmen. 
Es geht aus all’ dem hervor, dass ungünstige Wechsel- 
cüurse zwar stets einen effectiven Verlust für jedes davon 
betroffene Land bedeuten, dass aber unter normalen Verhält 
nissen erstens diese Verluste immer nur vorübergehend sein 
können, dann aber, dass sie zur Herstellung des gesunden 
Gleichgewichtes der Producfions- und Absatzverhältnisse bei 
tragen und daher gleichsam die nofhwendige Arznei sind, 
durch welche das Uebel, dem sie ihren Ursprung verdanken, 
in del’ wirksamsten Weise geheilt wird. 
Dies gilt jedoch uneingeschränkt nur für Länder mit 
normalem Geldumläufe. Unter der Herrschaft des Papiergeldes 
gestaltet sich die Wechselwirkung zwischen echselcours und 
Absatzverhältniss nicht blos weitaus complicirter, es wird auch 
der Heilungsprocess, der oben behandelt wurde, wesentlich 
modificirt, ja häufig paralysirt. 
Dass dies der Fall sein muss, geht vor Allem schon aus der 
Thatsache hervor, dass die Wechsel course auf ein Land mit Papier 
valuta dauernd ungünstig bleiben können, was für die Jiänder 
mit gesundem Geldwesen, wie oben nachgewiesen wurde, 
Or. Th. Hertzka, Währung und HauJfl. 12
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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