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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

211 
14* 
kommen des Staates nickt erst in jenem Momente gänzlich 
verschwunden sein wird, wenn auch das Volkseinkommen gänz 
lich vernichtet ist, sondern dass die Steuerleistungsfähigkeit 
der Bürger eines solchen Staates sofort aufliören muss, sowie 
deren Einkommen nur mehr hinreicht zur Bestreitung der 
noth wendigsten Lebensbedürfnisse, d, h. wenn sie für den Staat 
nichts mehr übrig haben. Es werden also, wenn beispielsweise 
zur Bestreitung der noth wendigen Lebensbedürfnisse 000 Millionen 
Gulden erforderlich sind, die 100 Millionen Steuereinkünfte gänz 
lich verloren sein, wenn sich das Nationaleinkommen um 400 Mil 
lionen Gulden vermindert. Es ist eben unmöglich, dass der Staat 
an jedem Bestandtheile des Volkseinkommens gleichmässig parti- 
cipirt. Die Möglichkeit dieser Participation wird desto grösser, 
je mehr ein Theil des Nationaleinkommens als absolut reiner, 
durch die dringendsten Lebensbedürfnisse unberührter Zuwachs 
anzusehen ist, und desto geringer, einen je grösseren Bruch- 
theil des Einkommens die Deckung dieser Lebensbedürfnisse 
erfordert. Zwischen den zwei Extremen, bei deren einem der 
Zuwachs des Volkseinkommens beinahe vollständig in die 
Staatscassen geleitet werden kann, während bei dem anderen 
die Verminderung des Volkseinkommens beinahe vollständig 
aus den Staatscassen gezogen werden muss, gibt es eine 
Unzahl von Abstufungen, und es ist ganz unzweifel 
haft, dass auf die Dauer die Staatsfinanzen bei jeder Ver 
änderung der Einkoinmensverhälfnisse einer Nation, insoweit 
dieselbe nicht durch eine Steigerung oder Verminderung 
der Lebensbedürfnisse ])aralysirt wird, zum vollen Betrage 
participiren. 
Dass aber die (Tesammtheit der wirthschaftlichen Schäden 
in Folge der Val uta Zerrüttung den Gewinn des Staates aus 
seinen Zinsenersparnissen weitaus übertrifft, bedarf wohl keines 
Beweises. Man kann annehmen, dass das Bedürtniss an (är- 
eulationsmitteln bei keinem civilisirten Lande 10 Percent des 
jährlichen Volkseinkommens übertrifft. Diese 10 Percent des 
Volkseinkommens sind also das Maximum dessen, was der 
Staat an Papiergeldzeichen einittiren kann, auch wenn neben 
seinem eigenen Papiergelde kein anderes (ärculationsmittel 
existirt. Was er darüber hinaus emittirt, ist blos eine nomi- 
neUe, nicht aber eine essentielle Vermehrung der Emission,
	        

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Die Paumgartner von Nürnberg Und Augsburg. Verlag von Duncker & Humblot, 1919.
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