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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

10 
Ueachickliclikeit ihrer Leitung als dem Umstande zu verdanken, 
dass ihr Capital für die Bedürfnisse des Verkehrsgebietes, dem 
sie diente, überreichlich genügte und dass dieser Verkehr durch 
lange Zeit jene Stabilität bewahrte, die den Handelsbeziehungen 
primitiver, auf einer niedrigen Stufe der wirthschaftlichen 
Entwickelung stehender Länder in der Regel eigen ist. Dieses 
Capital betrug im ersten Jahre (1818) 13,791.000 fl. C. M. ; 
vom Jahre 1819 bis Ende des Jahres 1854 30,3<2.G00 fl. C. M. ; 
im Jahre 1855 wurde es auf 09,875.800 fl. C. M. und im 
darauffolgenden Jahre auf 103,125.800 fl. C.M. oder 109,384.590 fl. 
ü. W. erhöht; in den Jahren 1803 bis 1807 erreichte der 
Bankfonds seinen höchsten Stand von 110,250.000 fl. ö. W ., 
um endlich im Jahre 1808 auf 90 Millionen Gulden reducirt 
zu werden, welche Höhe derselbe auch gegenwärtig inne hat. 
Bedenkt man, dass das Capital der Bank von Frankreich 
derzeit blos aus 73 Millionen Gulden besteht, das der preus- 
sischen aus 32,800.000 fl. bestand, so wird sich nicht läugnen 
lassen, dass der österreichische Bankfonds auch dann unver- 
hältnissmässig gross erscheint, wenn man mit in Rechnung zieht, 
dass die zwei genannten ausländischen Institute regelmässig 
über einen sehr hohen Betrag fremder Depositengelder ver 
fügen, die grössten Theils zur freien Verwendung in ihren Ge 
schäften geeignet sind, während die österreichische National 
bank auf diese Unterstützung ihrer Geschäftsthätigkeit durch 
das Privatcapital beinahe vollständig verzichten muss. Insbe 
sondere bis zum Jahre 1848, wo das Capital der Bank im 
VeNiältnisse zu seiner gegenwärtigen Höhe noch gering war 
und trotzdem die Baarzahlungeu aufrecht erhalten wurden, 
darf nicht übersehen werden, dass der Notenumlauf in Oester 
reich-Ungarn ein überaus beschränkter war, dass es die Bank 
sich gar nicht zur Aufgabe stellte, die ganze Monarchie aus 
reichend mit diesen bequemen Circulations - Instrumenten zu 
versehen, sondern beinahe ausschliesslich dem grossen in Wien 
concentrirten Banquiergeschäfte diente. Die Pro^ünz entbehrte 
der Banknoten fast gänzlich derart, dass diese letzteren 
häufig, wenn mau ihrer bedurfte, mit einem nicht unbeträcht 
lichen Aufgelde bezahlt wurden. Als daun im Jahre 1854 der 
erste Versuch zur Valutaherstelluug eingeleitet wurde und 
durch die inzwischen eiugetreteue kolossale Entwickelung des
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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