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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

237 
weitaus grösser selbst als die Englands und wird von keinem 
der andern europäisehen Staaten' auch nur annähernd erreicht. 
Und da überdies auch Belgien und die Schweiz, nachdem sie 
das Frankensystem angenommen hatten, unter dem Einflüsse 
der französischen Geldverhältnisse standen, und auch in den 
Vereinigten Staaten von Nordamerika die Doppelwährung — 
allerdings unter Festhaltung eines anderen Werth Verhältnisses 
— bestand, so war es ein Münzvorrath von mindestens 1U ^Mil 
li arden Franken, aus dem die Edelmetall-Arbitrageure schöpfen 
konnten, wenn sie beim Austausche von Silber gegen Gold 
ihre Rechnung fanden. So lange aber diese Umwechslung des 
auf dem Weltmärkte sinkenden iMetalls gegen das im Preise 
gestiegene in Frankreich möglich ist, kann selbstverständlich 
die Preisdifferenz der Beiden sich nicht wesentlich über jenen 
Betrag erheben, der die Kosten einer derartigen Umwechs 
lungsoperation repräsentirt. 
Es zeigt sich nun in der That, dass Frankreich und die 
Länder der Doppelwährung es waren, die einen grossen Theil 
des Goldstromes aus Kalifornien und Viktoria aufgenommen 
und mindestens die Hälfte des für Ostasien erforderlichen Sil 
bers abgegeben hatten. Auf diese Thatsache leitet vor Allem 
die Beobachtung, dass die ]\[ünzausj)rägung Frankreichs, die 
von 1H()3 bis 1848 blos 1217 Millionen Franken in Gold, da 
gegen rund 3000 Millionen in Silber betragen hatte, von 1851 
bis 1807 sich auf 5800 Millionen Franken in Gold und blos 
auf 383 Millionen Franken in Silber belief. Gleichzeitig weisen 
die französischen Handelslisten einen IMehrimport in Gold von 
rund 4 Milliarden und einen ^lehrexport an Silber von rund 
2 ^Milliarden Franken aus. Die beiden letzten Ziffern sind 
jedenfalls ungenau, da bekanntlich die Edelmetallbewegung 
sich nur schwer controlireu lässt, insbesondere wenn Diejenigen, 
welche diese Edelmetallbewegung hervorgerufen haben, wie im 
vorliegemTen Falle, ein lebhaftes Interesse besitzen, sich nicht 
allzu genau in die Karten blicken zu lassen. Wahrscheinlich 
War der thatsächlich stattgehabte Zufluss von Gold und Ab 
fluss von Silber noch grösser. 
In ähnlicher Weise bestand auch die Münzausprägung 
in Nordamerika zu jener Zeit zu 01 Percent in Gold und 
blos zu 0 Percent in Silber. Es trat also der vermehrten
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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