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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

— 238 — 
Golílpi'odiiction (lie künstlich gescliaítene vermehrte (xohlnacli- 
Irage der Düppelwährungsländer und der vermehrten Silber 
nachfrage Ostasiens das künstlich geschaffene Silberangebot 
derselben Länder entgegen. Beides konnte zwar die Verände 
rung der Werthrelation nicht vollständig paralysiren, genügte 
aber, um dieselbe innerhalb enger Grenzen zu halten. 
Es unterliegt jedoch keinem Zweifel, dass die Länder der 
Doppelwährung diese ausgleichende Wirkung nicht in alle 
Ewigkeit äussern konnten ; es musste noth wendigerweise der 
Moment eintreten, wo ihr Silbervorrath erschÖ2)ft und damit 
auch ihre Aufnahmsfähigkeit für Gold an ihre Grenze gelangt 
wäre. Thatsächlich begann es dort bereits nicht blos an den 
groben silbernen Courantmünzen, sondern auch an den als 
Scheidemünzen dienenden kleinen Silberstücken zu fehlen und 
man sah sich deshalb in Frankreich zu ernstlichen Gegen- 
massregeln gezwungen. In Nordamerika, wo inzwischen das 
Papiergeld zur Herrschaft gelangt war, trat die Münzfrage 
selbstverständlich in den Hintergrund. Frankreich, die Schweiz, 
Belgien und Italien aber schlossen im Jahre 1800 die 
sogenannte lateinische Münzconvention, die gegen das drohende 
Unheil Abhilfe schaffen sollte. Es wurden Zwei-, Ein- und Ein- 
halb-Frankenstücke nunmehr als Scheidemünze ausgeprägt, 
um deren Einschmelzung zu verhindern und in solcher Art 
dem Verkehre die noth wendigen kleinen Geldstücke zu 
bewahren. Da die Circulation im Uebrigen bereits thatsächlich 
ans Goldstücken bestand, so regten Italien, Belgien und die 
Schweiz die reine Goldwährung an. Deren Annahme scheiterte 
jedoch am Widerspruche Frankreichs und die kleineren Staaten 
gaben nach, umsomehr da die factische Goldwährung gesichert 
schien. 
Bald darauf aber trat ein abermaliger Umschwung in 
der Werthrelation ein, und dessen Wirkungen wurden diesmal! 
da weder die nordamerikanische Union, noch die lateinische 
Münzconvention mit ihren Edelmetallvorräthen ausgleichend 
dazwischen traten, in ganz anderer Weise fühlbar als die ent- 
gegengesetzte Umwälzung des früheren Decenniums. Die Werth 
relation, im Jahre 1807 ziemlich hart an der von der lateinischen 
Münzconvention festgesetzten Grenze von löVa stehend, hob
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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