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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

241 
Russland, hatten in Folge der Papierwirthschaft schon längst 
aufgehört für die Edelmetall-Märkte massgebend zu sein. Deutsch- 
land, welches früher zu seinen Circulations-Zwecken jährlich 
(lern Edelmetall-Markt bedeutende Silberquantitäten entnommen 
hatte, ging zur Goldwährung über und stellte damit selbst 
verständlich die Silberausprägung ein ; ebenso aber restringirte!! 
die Staaten der lateinischen Münzconvention, und nicht minder 
Nordamerika, also die Länder der Doppelwährung, ihre Sil 
berausprägung. Zwar im Jahre 1808—1878 wurden noch in 
Paris, Brüssel und Mailand ungefähr 00(1 Millionen Francs 
Silber geprägt, indem bei dem eintretenden Sinken des Silber 
preises unter den sogenannten Paristand der lateinischen 
Werthrelation die Arbitrage, gleichwie sie früher Silber gegen 
(irold eingetauscht hatte, nunmehr den Versuch* machte, das 
tlieuer gewordene Gold gegen Silber aus diesen Ländern her 
auszuziehen. So lange dies möglich war, hielt sich in der That 
der Rückgang des Silberpreises in mässiger (Grenze ; aber die 
Regierungen des lateinischen Münzbundes erkannten gar bald, 
dass die Arbitrage ihr gesammtes Circulationsgebiet nur zu 
rasch allen Goldes berauben würde, wenn ihrem Treiben kein 
Riegel vorgeschoben würde. Sie hatten sich ein Deeennium 
zuvor die Umwechslung ihrer schweren Fünffrankenthaler 
gegen die goldenen Zwanzigfrankenstücke gefallen lassen, 
trotzdem sie auch bei dieser IManipulation sich dessen wohl 
bewusst waren, dass sie unter dem Zwange eines verfehlten 
Gesetzes eine werthlosere Waare gegen eine werthvollere er 
hielten ; sie duldeten dies aus dem (rrunde, weil das Publicum 
die Goldcirculation als eine wesentliche Erleichterung empfand 
und die unhandlichen unbequemen Silberstücke auch mit Ver 
lust gerne verschwinden sah. Aber sie konnten diesmal nnmög- 
lich ruhig Zusehen, wie es die Arbitrage unternahm, nunmehr 
An die Stelle des bequemen Goldstückes, an das sich der Ver 
kehr gewöhnt hatte, wieder die plumpen Ecus zu setzen. Um 
dem vorzubeugen, gab es kein anderes Mittel, als entweder 
den gesetzlichen Uebergang zur alleinigen (-ioldwährung und 
die gänzliche Sistirung der Silberauspräguug, oder als Palliativ- 
mittel die Einschränkung dieser letzteren. Es wurde das 
letztere gewählt, und von Jahr zu Jahr für die Silberaus 
prägung ein Maximalbetrag bestimmt, der für die fünf Staaten 
Ur. Th. Hertzka, Währung und Handel. 20
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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