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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

— 252 — 
I 
pi 
m 
Genüsse und Bedürfnisse Iiinzugekominen, und selbst die 
uralten, soweit die menselilielie Erinnerung zurüekreielit, als 
sülelie vorhandenen Erfordernisse des Lebens haben sieh ver 
feinert und coniplicirter gestaltet. Es wäre also sehr wohl 
niöglieh, dass man sich mit einem Pfund Gold aueh heute noch 
dasselbe versehaffen könnte, was vor 1()(K) Jahren dafür zu 
erhalten war, dass aber die nämlichen Güter, deren Besitz \oi 
Generationen glücklich, zufrieden, ja reich machte, heute 
selbst den Wünschen des ärmsten Bettlers nicht zu genügen 
vermöchten. Aber für den vorliegenden Zweck ist die Spaltung 
der Era ge nach diesen zwei Seiten ganz überflüssig, üb man 
mehr Gold braucht, weil das Edelmetall selbst werthloser 
geworden, oder ob dies blos aus dem Grunde geschieht, weil 
die Bedürfnisssphäre gestiegen ist, ändert doch nichts an dei 
Thatsache, dass nunmehr in den Händen der civilisirten 
Menschheit 10 Pfund Gold nicht denselben Dienst verrichten, 
wie 1 Pfund Gold in den Händen unserer Urahnen. Und 
ebenso wenig kann diese im allgemeinen geschichtlichen Ver 
laufe beobachtete Erscheinung in ihrer Richtigkeit dadurch 
alterirt werden, dass ausnahmsweise auch in früheren Epochen 
der Edelmetallvcrrath an bestimmten Orten dermassen gehäuft, 
die Bedürfnisse derart verfeinert wurden, dass die absolute 
oder relative Kaufkraft des Geldes damals schon eine ähnliche 
Reduction erfuhr, wie gegenwärtig. Im alten Rom z. B. ei - 
reichte die Theuerung nachgerade beinahe dieselbe Höhe, wie in 
irgend einer modernen Grossstadt. Aber die unmittelbare 1 elge 
davon, war auch dort, dass das Silbergeld selbst für den all 
täglichen Verkehr zu unbequem wurde, dass das Gold das eigent 
liche Circulationsmetall bildete und dass man schliesslich, als 
auch dieses zu schwerfällig wurde, den Credit zu Vermitt 
lung von Zahlungen benützte. In ganz ähnlicher Weise kann 
aueh die rasche Entwicklung der Creditgeschäfte aller Formen 
während der letzten Jahrhunderte durch die steigende Un 
bequemlichkeit, die der Gebrauch des Metallgeldes mit sich 
brachte, theilweise erklärt werden. Die Banknote z. B. war 
entbehrlich in früheren Jahrhunderten ; sie ist heute eine uner 
lässliche Nothwendigkeit geworden. Da es keinen kostbareren 
StoflP als die Edelmetalle gibt, der sich kraft seines inneren 
Werths zum Tauschmittel für grössere Transactionen eignen
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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