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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

2S5 
sich am längsten besinnt, dasjenige in Angriff zu nehmen, was 
dauernd zu vermeiden nicht mehr in der ^iacht eines euro 
päischen Staates liegt. 
Was nun die Wolowsky'sche Alternativwährung anlangt, 
so geht zwar auch diese von irrigen Voraussetzungen aus, 
aber sie schildert doch Zustände, wie sie unter einem Zusammen 
wirken günstiger Verhältnisse sich eine Zeit lang erhalten 
können, und that sächlich auch durch JJecennien erhalten haben ; 
sie stellt die Natur nicht auf den Kopf, und ihre Conseipienzen 
sind in keinem Punkte absurd, 
Wolowsky anerkennt, dass der Preis der Edelmetalle 
durch das Verhältniss von Angebot und Nachfrage bestimmt 
sei; er bestreitet nicht, dass es unmöglich sei, die Werth 
relation beider unabänderlich zu fixiren; er gibt zu, dass bei 
einer Differenz zwischen der Alarktrelation und dem gesetz- 
lichen Werthverhältnisse das im Preise gestiegene ]\Ietall sich 
allnuilig aus dem (leidverkehre zurückziehen müsse. Er beugt 
sich also vor allen wirthschaftlich festgestellten ('onsecjuenzen 
einer solchen Eixirung der Werthrelation , und be.streitet nur 
Zweierlei: erstens, dass diese ( onseipienzen zu einer vollstän 
digen und da u e r n d e u Dcmonetisirung des einen Metalls 
führen können, und zweitens, dass die von ihm vorausgesetzte 
Alternirung in der (leldfünction beider Metalle irgendwie 
schädlich oder ungerecht sei. ,1a er sucht sogar zu bewei.seii, 
dass seine Alternativwälnung in do])j)elter Richtung sehr 
bedeutenden Nutzen brächte. 
Ein Staat, der die Alternativ Währung einfühlt, muss 
ihm zufolge auf Gimnd sorgfältiger Erhebungen das durch 
eine längere Periode tliatsächlicli bestehende Werth verb ält- 
niss der Edelmetalle zu ergründen suchen und dieses dann zur 
Hasis seiner Gesetzgebung machen. Die lateinische Relation 
von I zu 10Va entspreche nun, wie die Erfahi ung gezeigt 
habe, iliesen Anforderungen im hohen Grade, denn die Werth 
relation habe sich bis in die jüngste Zeit ihr ziemlich genau 
angepasst; sic könne daher füglich weiters in Kraft erhalten 
werden. Dies würde nun, selbst wenn alle civilisirten Staaten 
dem französischen ^lünzbunde beitreten wollten, keineswegs 
verhindern, dass bei einem Sinken der Goldproduction oder
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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