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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

— 301 
hier mehr als anderwärts die (jefahr, dass die Silber- 
wälirung eine unmässige Ausdehnung des Banknoten- 
unilaufs ini Gefolge hätte. Man hört allerdings hie und da 
flie Behauptung, dass in Folge des durch ein Vierteljahr- 
Iiundert geinihrten Idisstrauens in die Beständigkeit der 
Baarzahlungen das österreichische Publicum Banknoten ungern 
annehmen und jedes ]\retallgeld mit Vorliebe gebrauchen würde. 
Aber diese Behauptung beruht auf einer vollständigen Ver 
kennung des Wesens des Geldumlaufes. Derlei Erwägungen 
sind nur für denjenigen massgebend, der thesaurirt, nicht aber 
für den, in dessen Händen das Geld ein Instrument des Ver 
kehrs ist, der es empfängt, um es wenige Tage, in der Regel 
sogar wenige Stunden später, wieder auszugeben. Hier kommt 
das Moment des Vertrauens ganz und gar nicht in Betracht. 
Vorausgesetzt, dass der Courswerth der nämliche ist, wird 
liier lediglich die Beipiemlichkeit massgebend sein, man wird 
die Banknote dem Silber vorziehen, selbst wenn Zweifel in 
die Beständigkeit der Baarzahlungen noch so intensiv und 
allgemein verbreitet sind. Die Circulation an Fünf- und Zehn- 
gnldennoten beträgt in Oesterreich durchschnittlich zwischen 
200 und 2i)0 Millionen Gulden und man wird nicht weit von 
dei* Wahrheit abweichen, wenn man annimmt, dass unge ta In 
die Hälfte dieser Bestandtheile des Zettelumlaufs unter der 
Herrschaft der Goldwährung verschwinden, unter der Hej-r- 
scbaft der Silberwälirung dagegen erhalten bleiben müsste. 
Es ist aber gerade für Oesterreich und Ungarn von 
ausschlaggebender Hedeutung, dass die Notencirculation, und 
«ei sie metallisch noch so gut bedeckt, auf ein gei inges Mass 
i'edncirt werde. Die Verkehrsverhältnisse sind hier minder 
«tabil als in den höher entwickelten Culturstaaten ; insbeson 
dere die Ackerbaudistricte der Monarchie sind in ihrem Geld- 
liedarfe sehr grossen Schwankungen unterworfen. Sind es nun 
der Mehrzahl nach metallische Circulationsmittid, deren man 
«ich bedient, so regulirt sich der Umlauf ganz von selbst 
durch das Medium der Handels- und Zahlungsbilanz in Form 
des Zu- und Abströmens der Edelmetalle. Ungarn z. B. braucht 
•a-i i-eieber Ernte und im Palle lebhaften Expoi-tes grosse 
V'iantitäten an Zahlmitteln; es liegt auf der Hand, dass es 
dieselben in einem sidclien Palle auch erhält, wenn die Zahl-
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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