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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

318 - 
sclireiten als ^ Deutschland ; denn damals war die tliatsiicli- 
liche IVrarktrelation der in den lateinischen Staaten gesetz 
lich geltenden his auf einen geringen Brnchtheil gleich. 
Die Letzteren hätten also für ihren Silhermnnzvorrath keinen 
höheren Preis in (lold zn hieteii gehabt, als ihn auch die 
Silberländer bieten mussten. A\'äre dann Silber wohlfeiler 
und Gold thenrer geworden, so hätten doch die lateinischen 
Staaten weniger vom thenren Material zn kaufen, weniger vom 
billigeren zn verkaufen gehabt. Anders aber steht die Sache 
heute. Ein Land mit Silberwährnng, welches gegenwärtig zum 
Goldgelde greifen will, braucht den Besitzern seiner Silber; 
bestände wieder nur den gegenwärtig geltenden ^larktwerth 
zn bieten, also beisj)ielsweise ein Plniid Gold für je 10 Pt. Silber. 
Die Doppelwährungsländer aber müssten auch heute, und selbst 
wenn die Werthrelation auf 1 zu Ikö oder auf 1 zu steigt, 
immer noch 1 Pf. Gold für je 1 TP/, Pf. Silber geben. Sie sind 
also schon a priori mit mehreren Pfund Silber im Nachtheile bei 
jedem Pfund Gold, das sie einzuhandeln und gegen Silber nmzu- 
wecbseln haben. Und wenn es dann auch weniger Pfunde sind, 
an denen derart verloren wird, so dürfte schliesslich doch die 
Summe des Verlustes in den Doppelwährungsländern weitaus 
grösser sein, als in den Ländern der Silberwährung. Dies 
.Moment von sehr schwerwiegender Bedeutung muss tbat- 
sächlich von den französischen Staatsmännern beachtet 
werden und ist wohl auch der hauptsächliche Grund, weshalb 
sie den Uebergang zur Goldwährung nicht wagen. Ls handelt 
sich für . Frankreich um enorme V erluste, denn Niemand kann 
vorher bestimmen, wie tief der Silberpreis tallen wird, wenn 
dieses Land mit seinen Milliarden an Silber als \ erkäuter und 
mit seinem ebenso nach Milliarden bezitferten Goldbedarfe als 
Käufer auf dem Edelmetallmarkte erscheint. Nur so viel ist 
gewiss, dass jedes fernere Sinken des Silberpreises zu den 
15_20 Percenten, die Frankreich heute schon an seinem ge- 
sammten Silbervorratbe verlieren muss, hinzuzuschlagen ist und 
dass es sich daher bei einer derartigen Münzmassregel um das 
Vielfache der von Deutschland erlittenen Verluste handelt. 
Mieder ganz anders gestaltet sich bei einem Währungs 
wechsel die Lage jener Länder, die gesetzliche Metallwährung, 
factisch aber Papierwährung besitzen. Ihre (iuldkäufe
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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