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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

840 
% 
Ein Körnchen Wahrheit ist aber allerdings auch in dieser 
Befürchtung vor dem Abströmen der Goldmünzen. Gold ist 
in der That beweglicher als Silber ; es wandert, wenn die 
Korn oder Wolle ist. Ebenso wie ein Land oder eine einzelne Person sehr 
rcdch an A\ olle und Korn, deswegen aber noch immer sehr arm sein kann, 
ebenso können Privatpersonen oder ganze I^inder verhältnissmässig reich an 
Geld und doch in tiefe Armnth versunken sein. Man betrachte einmal die 
l’rodnctionsdistricte der Edelmetalle; dieselben sind sicherlich geldreich im 
höchsten Grade, gehören aber zum Theil ebenso unzweifelhaft zu den ärmsten 
von den Menschen überhaupt bewohnten Gerieten der Erde. Sie sind so 
arm, dass sie nicht einmal das nothwendige Capital auftreiben können, um 
die einzige Production, die bei ihnen im Schwünge ist, gehörig zu invcstiren 
und auch nur halbwegs rationell zu betreiben; sie sind beinahe durchwegs 
von Proletariern bewohnt, die kümmerlich von der Hand in den Mund leben. 
Geld aber haben sie in Fülle so viel, dass sie es fort und fort abgeben müssen, 
lediglich um die nackte Existenz kümmerlich zu fristen. Diese Länder sind 
also arm, aber Geld ist das letzte, dessen sie bedürfen ; was ihnen fehlt, das 
ist Capital, u. zw. zufällig Capital in anderer als Geldform. Um diese Länder 
reich zu machen, müsste ihnen das Capital in Form von Maschinen, Nahrungs 
mitteln und Kleidung für die Arbeiter, welche die Bergwerke investiren und 
Fabriken errichten sollen, zugeführt werden. Dagegen bedürfen gerade die 
reichsten Länder, England an der Spitze, ununterbrochen neuen Geldzuflusses ; 
sie geben Capital ab, führen aber Geld ein, dessen sie zu Completirung 
und Erweiterung ihres Circulationsmittelvorrathes bedürfen. Das Bedürfniss 
nach Geld hat also, wie man schon aus diesen zwei Beispielen ersehen wird, 
mit der Frage des Reichthums nichts zu scliaflen, ebensowenig wie das Be 
dürfniss nach Wolle oder Getreide. 
Aber auch die thatsächliche Strömung der Edelmetalle ist nicht durch 
Reichthum und Armuth, sondern durch ganz andere Verhältnisse bedingt. Im 
Verhältnisse zwischen England und den Goldproductionsländern sind es aller 
dings die ärmeren Gebiete, von denen das Gold nach dem reichen abfliesst, 
aber nicht aus dem Grunde, weil jene arm sind und dieses reich ist, sondern ledig 
lich deshalb, weil jene produciren, wessen dieses bedarf. Im Verkehre zwischen 
Norwegen und England ist es umgekehrt das arme Land, welches Geld vom 
reichen bezieht, aber wieder nicht aus dem Grunde, weil das eine reich und das 
andere arm ist, sondern lediglich deshalb, weil das eine des Geldes bedarf und 
das andere dasselbe aus erster Hand von den Minendistricten bezieht und 
daher weiter abzngeben in der Lage ist. 
Und schliesslich strömt das Geld auch dorthin nicht, wo der Zinsfuss 
am höchsten ist; der hohe Zinsfuss zieht Capital heran, und nur dann, 
wenn der Zinsfuss für Geld höher wird, als der für andere ('apitalion, 
äussert er auch seine magnetische Wirkung auf das Capital in Form 
von Geld. Der Zinsfuss in Australien und Californien ist im Durch 
schnitte der Jahre wohl dreimal so hoch als in England; nichtsdesto 
weniger fliesst Geld von Californien und Australien nach England. Von
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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