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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

— 350 — 
Zahlungsbilanz eines Landes wirklich schlecht ist, rascher und 
leichter aus, als das schwerfälligere weisse Edelmetall ; aber 
es wandert umgekehrt auch rascher wieder ein, wenn die 
England aus Hiesst dagegen allerdings das Geld auch nach Ländern, die zu 
gleich einen höheren Zinsfuss als England haben, aber dies ist durchaus nicht 
ausnahmslos der Fall. Angebot und Nachfrage von Geld sind nur eine Unter- 
abtheilunç des grossen allgemeinen Capitalnachfrageverhältnisses. Da gerade 
auf diesem Gebiete die meisten Irrthümer begangen werden, so wird es gut 
sein, die Sache zitfermässig zu verdeutlichen. Der durchschnittliche Zinsfuss 
in Deutschland beträgt 5, in England 4 Percent ; ist nun in England wie in 
Deutschland der Geldumlauf auf normaler Höhe, so wird zwar das englische 
Capital durch das eine Percent Differenz der beiderseitigen Zinssätze ver 
anlasst werden, in Deutschland Verwendung zu suchen, es wird aber durch 
aus kein Grund vorhanden sein, dieses ('apital gerade in der Form von Geld 
nach Deutschland zu senden. Tritt dagegen durch irgend ein Ereigniss, z. B. 
durch die Ungunst der deutschen Zahlungsbilanz, ein Sinken des deutschen 
Circulâtionsmittelvorrathes unter das normale Niveau ein, so wird der Zinsfuss 
für Geld in Deutschland über den Durchschnitt von 5 Percent steigen, und 
wenn nunmehr die Circulât ions Verhältnisse in England normal geblieben sind, 
so wird allerdings das englische Capital vorwiegend in der Form von Geld 
Verwendung in Deutschland suchen, es wird also Geld nach Deutschland 
strömen. -Umgekehrt aber kann bei einer vorübergehenden Beengung des 
(b’rculationsmittelstandes in England oder bei einer vorübergehenden Erwei 
terung des deutschen Circulatiomsmittelvorrathes der Zinsfuss für Geld in 
England über das Niveau deg dortigen Diirchschnittsatzes steigen , und 
nunmehr kann gleichzeitig eine Wanderung von Capitalien in anderweitiger 
Form von England nach Deutschland und eine Wanderung von Geld aus 
Deutschland nach England ei nt reten. Das Ueberwiegen des Geldzinsfusses lür 
sich betrachtet, kann also eine Edelmetallströmnng von einem Lande zum 
andern noch nicht herbeiführen, und zwar kann dies in jenen Fällen nicht 
geschehen , wo die Ditl'erenz des allgemeinen Zinsfnsses noch grösser ist als 
die Dilferenz des Geldzinsfnsses. Um dies zu veranschaulichen, kann man 
wieder auf das Beispiel Englands und der Minendistiicte hinweisen. Der Zins 
fuss für Geld ist in San Francisco fast ausnahmslos wesentlich höher als in 
London ; nichtsdestoweniger Hiesst Geld bekanntlich nicht von London nach 
.San Francisco, sondern umgekehrt von San Francisco nach London. Der 
Grund ist, dass der allgemeine Zinsfuss in San Francisco im Durchschnitte 
noch um ein Betiächtliches höher ist als der allgemeine Zinsfuss in London, 
dass also das Gapital aus England nach Californien ganz ausschliesslich in 
anderer als Geld form strömen muss und dass nunmehr Californien als Entgelt 
für diese anderweitigen Sendungen jene Waare nach England remittirt, bei 
welcher die Ditterenz der licihgebühr hier nnd dort die geringste ist, also 
Edelmetall. 
Aus all’ dem dürfte zur Genüge hervorgehen, dass die internationalen 
Geld Strömungen durchaus von denselben Gesetzen bedingt sind, wie der inter-
	        

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Rationelle Betriebsführung Im Malerhandwerk. Verl. d. Betriebs- und Lehrmittelges., 1927.
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