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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

H77 
riiigert und dadurch die Arbeitgeber genöthigt werden, die 
Uelialte zu erhöhen. Der Staat aber gehört, wie im 1. Buche 
bereits hervorgelioben wurde, gleiclisam zu den tix Besoldeten ; 
die meisten Steuern liefern, solange der Steuersatz nicht 
erhöht wird, nur unwesentlich höhere Tlrträge, auch wenn das 
steuerpflichtige Crut noch so sehr im Preise steigt. Der Steuer 
satz aber kann im Falle der (xeldentwerthung nur schwer und 
allmälig erhöht werden, zunächst schon aus dem 1%runde, weil eine 
grosse Classe von Steuerträgern das Schicksal des Staates 
theilt, nämlich trotz der allgemeinen Preiserhöhung unfähig 
ist, auch nur nominell höhere Lasten zu tragen. Zudem ist 
jede Verschiebung der Vermögens- und Einkommensverhä 11- 
nisse im Volke den Staatsfinanzen schädlich, denn die ver 
minderte Leistungsfähigheit der Benachtheiligten wird sich 
augenblicklich fühlbar machen, die erhöhte Leistungsfähig 
keit der Begünstigten dagegen kann nur selten rasch genug 
ausgebeutet werden. Aus demselben Grunde werden auch ganz 
im Allgemeinen für den Staat die Folgen einer Geldentwerthung 
weit rascher fühlbar sein als die einer Geldvertheuerung. 
Die Staatsausgaben dagegen richten sich beinahe sämmt- 
lich nach den auf dem Weltmärkte herrschenden Preisen, und 
zwar geschieht dies, wie im IX. Capitel des I. Buches nachge 
wiesen wurde, mehr oder minder rasch, je nachdem es sich 
um die Zinsen im Auslande untergebrachter Anlehen, um Waaren- 
eiiikäufe am offenen Markte oder um Gehalte handelt. Der 
Staat mit isolirter Silberwährung wird also bei einem Fallen 
des Silberpreises, oder was für ihn auf dasselbe hinausläuft, 
bei einem Steigen des Goldpreises, im grossen (Tanzen nominell 
dieselben Einnahmen, aber gesteigerte Ausgaben, bei einem 
Steigen des Silberpreises oder Fallen des Goldpreises annäherml 
dieselben Einnahmen, aber verminderte Ausgaben haben ; er 
wird im ersteren Falle Deficite, im zweiten Falle Ueberschüsse 
in seinem Haushalte entstehen sehen, die nicht vorhanden 
wären, wenn sein Währnngsmetall das der Nachbarstaaten 
wäre. Aber während sich Verlust und Gewinn bei den 
Ausgaben in beiden Fällen so ziemlich die Wage halten, 
wird bei den Einnahmen der Gewinn aus einer Steigerung 
des (xeldwerths dem Verluste bei der (xeldentwerthung niemals 
gleichkommen, es wird sich auf die Dauer immer ein lieber-
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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