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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

— 388 
(1er nämliche; in der Regel aher wird es für jedes irth- 
schaftsgebiet von nnendlicli grösserem Vortheile sein, wenn 
seine (hmcnrrenzfähigheit dem Anslande gegenüber dnreh eine 
Pi’eissteigernng im Innern anfliöi’t, als wenn dies dnreh Kr- 
liölinng des inländischen Zinsfnsses vor sich geht. Im ersteren 
Falle 1 iahen alle prodncirenden Classen in gleicher Weise den 
Ynrtheil,, im zweiten Falle nnr die ansleihenden Capitalisten. 
In analoger Weise schiebt auch im umgekehrten halle, 
wenn Edelmetall in Folge nngünstiger Zahlnngsbilanz ah- 
tliessen sollte, der hohe Sehlagschatz die irknng von den 
Preisverliältnissen auf die Zinsfnssverhältnisse. Der Edel- 
metallahduss würde die Preise ermässigen und dadurch die 
Concurrenzfähigkeit mit dem Auslande wieder auf das nor 
male Mass zurückführen, gerade dieser Abfluss aher würde 
den Zinsfuss vor weitgehenden Ermässigungen bewahren. Ist 
dagegen dem Golde der Austritt über die Landesgreiizen er 
schwert, so wird der Zinsfuss bei sinkender Concurrenziähig- 
keit rascher fallen, die Ib’eise werden sich aher langsamer 
ermässigen, als sonst der Fall wäre,. Dies könnte nun unter 
Umständen eine sehr vortheilhafte Lichtseite des hohen Schlag 
schatzes werden. Aber es ist immerhin der Uebelstand damit 
verbunden, dass schliesslich, wenn die Ungunst der Wechsel- 
course einen gewissen Grad erreicht hat, und nunmehr Edel 
metall doch abfliessen muss, dies in Ermangelung von Bar 
rengold durch unmittelbare Inanspruchnahme des Münzvor- 
rathes vor sich geht und jetzt die Ermässigung der Preise und die 
Erhöhung des Zinsfusses viel rascher und sprunghafter eintntt, 
als im normalen Verlaufe der Fall gewesen wäre, wo zur Be 
gleichung der internationalen Schuldigkeiten Barrengold vorhan 
den ist. Es bedarf wohl nach all’ dem, was hierüber schon in 
den früheren Capiteln gesagt wurde, keines detaillirten Nach 
weises dafür, dass alles das, was bezüglich der Concurrenz- 
■ fähigkeit auf dem Waarenmarkte gilt, ganz in der nämlichen 
Weise auch für den EfFectenhaiidel Geltung hat. Aber hier 
tritt die Störung noch viel augenfälliger zu Tage. Denn wenn 
ein Land mit seinen Werth]iajiieren auf dem Weltmärkte vou- 
eurrenzfähig wird, so heisst das hier, dass es diesel heu wegen 
Capital- und Geldmangels billiger verkaufen muss. Unter 
normalen Verhältnissen macht nun das Hereinströnien dei
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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