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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

380 
Edelmetalle dieser Billigkeit ein Ende ; ist dagegen der Edek 
metallzufluss gehemmt, so bleiben die Preise der Werthpapiere 
im Inlande die nämlichen, der steigende Wechselcours aber 
vertheuert dem Anslande den Bezug und schränkt dadurch 
die Exporte ein. Ebenso wird umgekehrt im Falle des steigen 
den Effectenimports und der dadurch heraufbeschworenen un 
günstigen Zahlungsbilanz bei Behinderung des Goldabflusses 
die fernere Effecteneinfuhr statt durch eine directe Preis- 
ermässigung im Inlande, durch erschwerte Beschaffung der Zahl- 
mittel auf das normale Mass zurückgeführt. 
IMan mag daher die Sache wie immer betrachten, der 
hohe Schlagschatz stört in schädlicher Weise die Erhaltung des 
wirthschaftlichen Gleichgewichts zwischen Productionskosten, 
Circulationsmitteln und Zinsfuss und ruft dadurch Erschütte 
rungen hervor, die blos deshalb nicht so leicht in ihren üblen 
Consequenzen erkannt werden, weil es verhältnissmässig 
geringe Grössen sind, um die es sich dabei handelt. Mehr als 
I Percent wird ein civilisirter Staat nicht so leicht an 
Schlagschatz erheben, weniger als Ve Percent kann andererseits 
aus Rücksicht für die Leistungsfähigkeit der Münzstätten nicht 
gefordert werden. Die Differenz beträgt also im Maximum 
Percent. Aber auch dieser Bruchtheil fällt im internationalen 
Handel grosser Staaten, wo im .lahresdurchschnitte Hunderte 
und Tausende von Millionen bewegt werden, schliesslich doch 
mit sehr bedeutenden Gewinn- oder Verlustziffern in’s 
Gewicht, und auch die Bück wirk un g auf die gesammten wirth 
schaftlichen Verhältnisse, obwohl sie von Fall zu Fall kaum 
wahrzunehmen ist, kann am Ende doch ihren Effect nicht 
verfehlen. Vortheile aber bietet der hohe Schlagschatz im Allge 
meinen nicht, u. z. weder in finanzieller noch in wirthschaft- 
lieber Hinsicht. 
Wenn jedoch Seyd glaubt, dass die Präponderanz Englands 
auf dem Geldmärkte, insbesondere sein nahezii unbestrittenes 
Monopol in der Vermittlung von Wechseltransactionen aller 
handeltreibenden Länder h auptsäch lieh auf die geringe 
Höhe der englischen Münzgebühr zurückzuführen sei, ja wenn er 
die Hoffnung aussprieht, dass Deutschland, wenn es in dieser Hin 
sicht England nachahme, dadurch allein schon in die Lage 
kommen dürfte, den englischen Wechselmarkt zu entbehren, so ist
	        

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L’ Allemagne Économique Ou Histoire Du Zollverein Allemand. Ainé, 1874.
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