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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

304 
sich einmal Bahn gebrochen hat, gerade darin das wirksamste 
Argument für die Goldwälirnng erkannt werden müsste, Ks 
wird vielmehr von den (TCgnern der Gold Währung behanptef-, 
dass die Einlösung der nämlichen Notenmenge höher %n 
stehen käme, wenn man für die ausser Cours zu setzenden 
ungedeckten Noten Gold gäbe. Und diese Behauptung beruht 
lediglich auf einer gründlichen Verkennung der Pflichten des 
Sfaatsschatzes in seiner Eigenschaft als Notenschuldner und 
aut der durchaus irrigen Annahme, dass bei diesem Einlösungs 
geschäfte die lateinische Werthrelation massgebend sein müsse. 
In diesem Falle allerdings wäre der Uebergaiig zur (Gold 
währung eine sehr kostspielige Sache. Wenn man für :><M) 
^Millionen Noten, welche die Repräsentanten von (P/j Millionen 
Pfund Feinsilber sind, bei einer Marktrelation von beispiels 
weise 1 zu 17 statt der oben berechneten 302.000 Pfund (%old 
rund 430,0(K), also um 38.000 Pfund mehr geben müsste, als 
dem Vollwerthe dieser Noten entspricht, dann allerdings 
müsste der Staat ungefähr 30 Idillionen an Caj)ital verlieren. 
Aber selbst in diesem Falle wären die Zinsen, die er für das 
(Toldanlehen zu zahlen hätte, kaum grösser als die für das 
um 10 Percent geringere Silberanlehen , da eben der Zinsfuss 
mit dem Uebergange zur Goldwährung sich voraussichtlich um 
den entsprechenden zehnten Theil ermässigt hätte. Es ist je 
doch überflüssig, sich mit diesen ganz grundlosen Bedenken 
näher zu befassen. Für die Einlösungspflicht des Staates in 
Betreff seiner Notenschuld gilt ganz dasselbe, was bezüglich 
aller aus alten Contracten verpflichteten Schuldner nachge 
wiesen \Amrde ; die Noten werden daher in (Gold blos nach 
jener Werth relation einzulösen sein , die beim Währungs 
wechsel für alle Gonfractverhältnisse des Landes gesetzlich 
festgestellt werden muss. 
AV^as aber die thatsächlich vorhandene Möglichkeit an 
langt, beim Uebergange zum Silltergelde eine grössere Ateuge 
an Noten im Verkehre zu belassen, so soll hier nur nochmals 
wiederholt werden, dass insbesondere nach den unange 
nehmen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte es sich jedenfalls 
empfehlen würde, wenn Oesterreich sowohl als Ungarn mit 
dem Systeme des Staatspapiergeldes vollständig brechen wollten. 
Es Hessen sich zwar ungefähr 100 Millionen Gulden kleinerer
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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