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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

411 
m- 
■I I««, 
5CI 
mm 
Ueber^angsmassregeln mannigfachen Schwankungen, je nach 
den veränderten Verkehrsbedürfnissen, ausgesetzt sein muss. 
Wenn der Notenumlauf gesetzlich geregelt ist, wenn es bei 
spielsweise bei dem derzeit geltenden Gesetze sein Bewenden 
haben sollte, wonach die Bank, da sie sich im Besitze eines 
Metallschatzes von rund 15() IMillionen befindet, 850 Millionen 
Gulden Noten ausgeben dürfte — so würde sie es vielleicht 
für überfiüssig halten, die Zinsfiissschraube anzuziehen, im 
Discontiren vorsichtiger zu werden, auch wenn die Wechsel- 
course noch so schlecht wären, so lange die ihr vom Gesetze 
zugesprochene Reserve nicht erschöpft ist. Und wenn sie es 
selbst wollte, so würde ihr dies durch den Widerstand .der 
öffentlichen Meinung, die gerade hier in Oesterreich in derlei 
Dingen von falschen Voraussetzungen ausgeht, überaus er 
schwert, denn das Publicum würde, so lange das gesetzliche 
Notenmaximum nicht erreicht ist, jede Restriction als über- 
llüssige Chicane aufiässen. .Die Bank aber würde dann hinter 
drein, wenn ihr durch die übermässig ausgegebenen Noten 
(Told entzogen werden sollte, die gewaltsamsten Anstrengungen 
machen müssen, um ihre Solvenz aufrecht zu erhalten; die 
(Geschäftswelt müsste die vorübergehende ungehörige Erleich 
terung voraussichtlich mit einer Krisis bezahlen. Ebenso ist 
es aber umgekehrt möglich, dass das vom Gesetze angenommene 
Notenmaximum sich den Anforderungen der Praxis gegenüber 
als zu gering erweist, dass die Bank ohne Gefahr für den Wech- 
selcours und ohne unter den Marktdiscont herabgehen zu 
müssen, mehr als 2(X) Millionen metallisch nicht bedeckter 
Noten ausgeben kann. Es kann dies insbesondere sehr leicht 
eintreten, falls das Publikum sich seines Staatsnotenbesitzes 
allzu rasch entledigt, das für dieselben erlangte Gold in grös 
seren Beträgen exportirt und nun in der Zwischenzeit bis zum 
abermaligen Zurückströmen des Goldes ein Geldmangel eintritt. 
Warum soll der Bank verwehrt werden, in diese Lücke zu 
treten, warum soll insbesondere die Beengung des Geldstandes 
dadurch künstlich zur Panik gemacht werden, dass man der Ge 
schäftswelt von vornherein die Besorgniss einflösst, es werde bei 
einer gewissen (Grenze überhaupt nicht mehr Geld zu erlangen 
sein ? Aus diesen Gründen muss daher mit den Massregeln der 
Münzreform die vollständige Freigebung des Notenemissions-
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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