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Ferdinand Lassalle

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Bibliographic data

fullscreen: Ferdinand Lassalle

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • III. Neue Weltanschauung
  • IV. Neue Dichtung
  • V. Bildende Kunst und Musik
  • Index

Full text

Neue Weltanschauung. 
381 
die Anschauung dem Denken nicht bloß gleichgesetzt, sondern 
vorgezogen ward, und daß damit eine neue, zwar idealistische, 
zugleich aber auch intuitiv-mystische, „ahndevolle“ Geisteskultur 
erblühte. 
Der Vollender und größte Held dieser Frühkultur des 
Subjektivismus war Herder gewesen. Denn von ihm kann 
mit Recht behauptet werden, daß er nicht eigentlich Forscher 
gewesen sei, sondern nur „eine große Gabe gedankenreichster 
Reproduktion“, einen wahrhaft ahnenden Sinn besessen habe. 
Über Herder hinweg aber stieg jetzt, in den Zeiten des 
Klassizismus, Goethe: Goethe hat wohl inmal selbst seine Früh— 
zeit, da er noch teilweise unter Herderschem Einflusse stand, als 
seinen Komparativ, die spätere Periode dagegen, seit den neun— 
ziger Jahren des 18. Jahrhunderts, die eigentliche Zeit des 
Klassizismus, als seinen Superlativ bezeichnet. Goethes Welt—⸗ 
anschauung nach ihrem Wesen wie ihrer Entstehung gilt es 
daher vor allem vorzuführen, soll ein tieferes Verständnis des 
lassizistischen Geisteslebeus erreicht werden. 
Und da kommt es an erster Stelle darauf an, die Intuition, 
die „anschauliche Erkenntnis“ als Prinzip aller Betrachtung 
eben im Sinne Goethes näher zu erläutern. Und sehr 
natürlich, daß sich in diesem Zusammenhange, bei dem rein 
versönlichen Charakter des Erkenntnisprinzipes, das Wesen des 
Dichters als für jede nähere Bestimmung entscheidend ergibt. 
Goethe war dem regellosen, dithyrambischen Ergreifen ab— 
geneigt, so sehr er sich ein Verständnis selbst für Kontem— 
plation und Askese des Mittelalters zu erwerben wußte; ge⸗ 
läutert, „rein“ zu sein erschien ihm als Vorbedingung jeglicher 
wirklichen Erkenntnis. Darum sollte seiner Meinung nach im 
Vorgange des Erkennens eine gleichmütige Stimmung der 
Seele, durch das allgemeine Interesse des Objekts geleitet, die 
beobachtende Aufmerksamkeit gleichmäßig auf alle Punkte ver⸗ 
teilen; und es sollte das Bestreben obwalten, jeden Gegen— 
stand oder jede Klasse von Gegenständen und so nach und 
nach das Ganze bis zu seinen äußersten Grenzen und höchsten 
Zusammenfassungen zu verfolgen. Parteilosigkeit und Allgemein⸗
	        

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Studies in Securities. Jas. J. Oliphant & Co., 1927.
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