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Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

Monograph

Identifikator:
829067299
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-71927
Document type:
Monograph
Author:
Grandhomme
Title:
Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schumacher
Year of publication:
1880
Scope:
1 Online-Ressource (96 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
  • Title page

Full text

12 
rinnen den liysterischen Zuckungen und Krämpfen ähnliche Zufälle, 
ln Färbereien, in welchen Stoffe durch Benzol entfettet werden, be 
dingen die Benzoldämpfe bei den Arbeitern einen Zustand förmlicher 
Trunkenheit. Auch lokal wirken dieselben auf Hände und Arme. Diese 
Theile zittern, die Haut schrumpft zusammen und die Kranken klagen 
über ein lästiges Gefühl von Ameisenkriechen und Trockenheit in der 
Haut. Als Grund hierfür führt Perrin die durch den Contact mit 
Benzol bedingte Wärmeentziehung und Auflösung des die Haut be 
deckenden Fetttalgüberzugs an. 
Innerlich genommen wird Benzol in ziemlich grossen Gaben ver 
tragen, wie dies die Versuche von Mosler, welcher 8 g pro die gab, 
beweisen. Auch ist bis jetzt nur ein Fall von Benzolvergiftung in 
der Literatur bekannt, welcher nach Genuss von einer grösseren 
Benzolmenge unter den Frscheinungen einer tiefen Narkose verlief 
und mit Genesung endete. Auch bezeugen die Beobachtungen von 
Hirt, dass ziemlich grosse Mengen von Benzoldämpfen vertragen 
werden, indem derselbe bei Arbeitern in Gummifabriken, trotzdem 
dieselben sich stets in einer mit Benzoldämpfen sehr stark geschwän 
gerten Luft aufhielten, weder eine Verminderung an der Respiration, 
noch an dem Pulse wahrnehmen konnte. Bei Allen war der Appetit 
gut und in keinem Falle wurde irgend eine Störung der geistigen 
Thätigkeit beobachtet. 
2) Das Xaplitallii. 
Das Naphtalin, ein Product der trocknen Destillation vieler orga 
nischer Körper, findet sich zu 2—4 pCt. im Steinkohlenfheer. Bei 
der Destillation des letzteren geht die Hauptmasse des Naphtalins 
zwischen 180 und 220®C. mit anderen Körpern über. 
Aus dem Destillate wird Naphtalin durch Krystallisirenlassen und Fressen 
bis zu einem gewissen Grade der Reinheit erhallen und durch mehrmaliges Um- 
krystallisiren aus Naphta oder Alkohol oder durch Sublimation weiter gereinigt. 
Es schmilzt bei 70® und siedet bei 218®, sublimirt aber schon bei niederer Tem 
peratur. Es bildet wohl ausgebildete, glänzende, blättrige Krystalle, die nach 
Styrax riechen und einen eigenthümlichen, scharf aromatischen Geschmack be 
sitzen. In Wasser unlöslich, sind dieselben in Benzol. Alkohol, Aether etc. leicht 
löslich. Sie sind leicht entzündbar und brennen mit rossender Flamme. 
Auch über Naphtalin liegen einige Thierversuche (Eulenberg) und einige 
klinische Beobachtungen vor. 
Die Thierversuche lehren, dass die Naphtalindämpfe reizend auf die Schleim 
haut der Nase, des Mundes und der Augen wirken ; dass sie jedoch, so lange sie 
kalt sind, ziemlich ^ lange ohne Nachtheil vertragen werden. Die betreffenden 
Thiere bekamen vermehrte Speichel- und Thränen Secretion, die Fresslust blieb
	        

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Die Theerfarben-Fabriken Der Herren Meister, Lucius & Brüning Zu Höchst a. Main, in Sanitärer Und Socialer Beziehung. Schumacher, 1880.
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