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Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

Monograph

Identifikator:
829067299
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-71927
Document type:
Monograph
Author:
Grandhomme
Title:
Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schumacher
Year of publication:
1880
Scope:
1 Online-Ressource (96 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
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25 
mich auf eine nicht schwer fallende, anderweitige Erklärung des ganzen Symptom- 
Complexes einzulassen, bemerke ich einmal, dass in den Farbstoffen, welche als 
Lyoner-Blau, als Fuclisiu und Violet de fuclisine bezeichnet sind, wohl schwerlich 
Anilin enthalten war, und dann, dass in den Fabriken der Herren Meister, Lucius 
und Brüning, in welchen jedenfalls viel grössere Quantitäten von Anilin-Farben 
als in dem genannten Droguen-GeSchäfte verpackt werden, noch niemals die 
geringsten Gesundheitsstörungen bei den Arbeitern in den Lager- und den Pack- 
Bäumen vorgekommen sind, welche mit der Einwirkung von Anilin hätten in Ver 
bindung gebracht werden können. 
Auf gleicher Stufe wie der Friedrich’sche Fall stehen alle 
anderen mir aus der Literatur zugänglichen Fälle, d. h. bei allen ist 
die Materia peccans nicht das Fuchsin an und für sich, sondern das 
zu seiner Darstellung benutzte und den fertigen Präparaten noch an 
hängende Arsen. 
So erzählt Dahl von einem Mädchen, welches innerlich 1,25 g Diamant- 
Fuchsin genommen habe, dass dasselbe unter Schmerzen im Magen und Kopfe 
ohnmächtig und bewusstlos geworden sei, kirschrothe Lippen- und Rachen- 
Schleimhaut gehabt und rothe Massen erbrochen habe; 4 Tage gefiebert, am 
4. Tage klonische Krämpfe bekommen habe und erst nach 20 Tagen wieder ge 
nesen sei, — setzt aber zum Schlüsse dieser Fuchsin-Vergiftung hinzu, dass das 
bestehende Fuchsin 8,1 pCt. arsenige Säure enthalten habe. 
Einen anderen Fall tlieilt Jäderholm in den Jahrbüchern für Pharmacie 
mit. Eine Familie von 5 Köpfen erkrankte nach dem Genüsse von Kartoffeln, 
welche in einem Kessel gekocht waren, welcher vorher zum Färben von Wollen 
garn mit Anilinroth war gebraucht worden. Es traten Erscheinungen einer toxi 
schen Magen-Darm-Entzündung auf; die 3 Kinder starben ; die Eltern genasen. 
Die Untersuchung der Kartoffeln ergab, dass dieselben Arsenik enthielten'; auch 
das Wollengarn erwies sich arsenhaltig. 
Weitor finden sich in der Literatur verschiedene Fälle angeführt, 
in welchen nach mit Fuchsin geRirbten, auf blosser Haut getragenen 
Jacken, Strümpfen u. s w. Lezeme und Erytheme sich sollen ent 
wickelt haben. Wenn auch in diesen Fällen der directe Nachweis, 
dass das betreffende Fuchsin arsenhaltig war, nicht erbracht ist, so 
liegt eine solche Annahme doch sehr nahe und ist um so berech 
tigter, einmal weil die Fuchsinfarben den Fasern der Wolle, Baum 
wolle, Seide etc. so fest anhaften, dass durch sie ein Reiz der Haut 
kaum möglich ist, und dann, weil Eczemc und Erytheme bei Arbeitern 
in Anilinfarben-Eabriken nicht vorzukommen pflegen, in specie kamen 
auf den Höchster Fabriken in dem Fuchsin-Hanme (E. Tab. 0) inner 
halb 5 Jahren hei einem durchschnittlichen Bestände von *28 Arbeitern 
nur 5 Fälle von Hautkrankheiten und unter diesen kein Fall von 
Eczem und nur ein Fall von Erythem vor. Diese Thatsache ist um
	        

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Die Theerfarben-Fabriken Der Herren Meister, Lucius & Brüning Zu Höchst a. Main, in Sanitärer Und Socialer Beziehung. Schumacher, 1880.
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