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Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

Monograph

Identifikator:
829067299
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-71927
Document type:
Monograph
Author:
Grandhomme
Title:
Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schumacher
Year of publication:
1880
Scope:
1 Online-Ressource (96 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
  • Title page

Full text

30 
Das Methylgrün ist dadurch characterisirt, dass es beim Erwärmen (z. B. 
beim heissen Bügeln gefärbter Waaren) in Violett übergeht. 
Eine bedeutende Cjoncurrenz ist dem Methylgrün in dem Malachitgrün er 
wachsen, dem Product der Einwirkung von Benzotrichlorid auf Methylanilin. 
Wenn auch als Farbe etwas weniger fein, wie das Methylgrün, hat dies neue Pro 
duct bei gleichem Preise eine fast dreifache Ergiebigkeit: es genügt ein Theil 
davon, um 500 Theile Wolle in mittlerer Stärke zu färben. 
Betrachten vnv die Krankenbewegung in diesem Raume, so finden 
wir bei einem durchschnittlichen Arbeiterbestande von 8 Mann pro 
Jahr zwischen 4 und 5, im Durchschnitt 55 pCt. Erkrankungen. Von 
denselben — 25 in den letzten 5 Jahren — entfallen 11 auf Ver 
letzungen, 6 auf die Athmungsorgane u. s. w. — Tab. E. 9; Er 
krankungen, welche mit der Fabrikation in Verbindung stehen, kamen 
keine vor. Von den Arbeitern waren 3 zwischen 3 und 6 Jahre und 
2 durch 11 Jahre in dem Raume beschäftigt. 
Fütterungsversuche in der Dauer und Dose der vorhererwähnten 
mit Methylgrün, Malachitgrün und pikrinsäurehaltigem Grün hatten 
keinen nachtheiligen Einfluss auf die betreffenden Thiere; ebensowenig 
Injectionen von Methyl- und Malachit-Grün. Dagegen verendete ein 
Lapin zwei Stunden nach einer Injection von 2 Spritzen einer 1 pCtigcn 
Lösung von pikrinsäurehaltigem Grün unter Lähmungserscheinungen, 
nachdem derselbe durch mehrere Tage die Injection einer Spritze gut 
vertragen hatte. In den Eingeweiden konnte der grüne Farbstoff, 
nicht aber Pikrinsäure nachgewiesen werden. 
7) Der Eosiii-Raiiiii. 
Das ResorCin — ein hydroxylirtes Phenol oder Diphenol — 
welches aus dem disulfobenzolsauren Natron durch Schmelzen mit 
Aetznatron entsteht und der in Wasser gelösten, mit Salzsäure zer 
setzten Schmelze durch Schütteln mit Aether entzogen wird, ist ein 
in Wasser, Alkohol und Aether leicht löslicher Körper von unange 
nehmem, kratzend süssen Geschmack; es krystallisirt in farblosen 
Tafeln, die sich an der Luft bald bräunen. 
Bei der Kuppelung des Resorcin’s mit Phtalsäuro (einem Oxydationsproduct 
des Naphtalin’s) entsteht das Flnoi'escfe'in, welches in alkalischen ^Flüssigkeiten 
auch bei sehr grosser Verdünnung eine prachtvoll grüne Fluoroscenz zeigt. Das 
Eosin (von Eos, Morgenröthe) ist das Kaliumsalz des Totrabromfluoresceins; seine 
wässrige Lösung ist im durchfallenden Licht schön gelbroth und zeigt eine grün 
gelbe Fluorescenz. Ein brillanter FarbstoiT auf Seide, Wolle und Baumwolle bildet 
das Eosin mit Metalloxyden schön gefärbte Lacke, und haben namentlich die Zink- 
verbindungen eine grosse Wichtigkeit erlangt.
	        

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Die Theerfarben-Fabriken Der Herren Meister, Lucius & Brüning Zu Höchst a. Main, in Sanitärer Und Socialer Beziehung. Schumacher, 1880.
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