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Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

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Bibliographic data

Contents: Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

Monograph

Identifikator:
829067299
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-71927
Document type:
Monograph
Author:
Grandhomme
Title:
Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schumacher
Year of publication:
1880
Scope:
1 Online-Ressource (96 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung
  • Title page

Full text

54 
Pfennige jtro Tag und den Lohn für den angeslellten Koch oder Köchin. Sie 
stellen die nöthigen Räume nebst Inventar und tragen die Heizungskosten. 
§. 9. Die Ausgaben und Einnahmen der Menage werden in einer beson 
deren Kasse mit Einsichtnahme des Ausschusses verrechnet. 
§. 10. Die Theilnehmer haben den Anordnungen des Obmanns, die Menage 
verhältnisse betreffend, Folge zu leisten. 
Höchst a. M., 1. Januar 1878. 
Meister, Lucius & Brüning. 
Aus derselben ist ersichtlich, dass die Fabrik das Local, das Inventar und 
die Heizung stellt, den Lohn des Koches bezahlt und für jeden betheiligten Ar 
beiter 10 Pf. täglich an Geld zuschiesst, im Uebrigen jedoch die Verwaltung 
vollständig den Arbeitern überlässt. Diese wählen aus ihrer Mitte jährlich einen 
Ausschuss und dieser aus sich auf die Dauer eines Monates einen Obmann. Der 
Ausschuss bestimmt d'e Bezugsquellen, aus welchen das Fleisch und die sonstigen 
Bedürfnisse der Küche bezogen werden sollen, stellt den Koch an und normirt 
dessen Gehalt; der Obmann leitet und überwacht die Küche. An Zahlung hat 
jeder Arbeiter pro Tag 20 Pf. in die Menage zu zahlen und erhält dafür 2 mal 
täglich ', 2 Biter Kaffee und 1 mal Mittags 1 Liter Suppe. Brod und event. Milch 
bringen die Arbeiter sich mit. 
Was den Mechanismus der Verwaltung an belangt, so werden Kartoffeln, 
Bohnen, Linsen etc. im Grossen bezogen und in einem Magazin aufbewahrt. Der 
Schlüssel zu diesem Magazin ist in Händen des Ober-Aufsehers der betreffenden 
Fabrik. Jeden Vormittag wird derselbe von dem Obmann der Menagen abgeholt, 
und Obmann und Koch holen gemeinschaftlich aus dem Magazin die für den Tag 
nöthigen Nahrungsmittel. Hierauf wird das Magazin wieder verschlossen und der 
Schlüssel an den Aufseher der Fabrik zurückgegeben. Auf diese einfache Weise 
besteht eine Controle zwischen Küche und Magazin, die sich vollständig bewährt 
und früher vorgekommene Unzuträglichkeiten beseitigt hat. 
Das Fleisch wird täglich von dem betreffenden Metzger in Gegenwart des 
Obmanns und des Koches abgeliefert und gewogen. Nach den getroffenen Ver 
einbarungen muss sämmtliches Fleisch ausgobeint sein; auf 100 kg Fleisch 
dürfen jedoch nicht mehr als 12 kg Knochen geliefert werden. Der Gehalt an 
Fett wechselt und hängt von dem Geschmack der Arbeiter ab; im Allgemeinen 
lieben dieselben kein fettreiches Fleisch, so dass auf 100 kg Fleisch nur 10 
bis 20 kg Fett gewünscht werden. 
Die Beiträge der Arbeiter für die Menage werden diesen an ihrem Lohne 
abgehalten; diese Beträge in Verbindung milden von der Fabrik zu leistenden Zu 
schüssen von 10 Pf. pro Tag und Kopf werden in einer für beide Menagen ge 
trennten Kasse verwaltet. Die Menagen haben mehrere um die Fabrik gelegene 
und dieser gehörende Aecker in Benutzung, für welche dieselben ausser der Be 
stellung mit Kartoffeln etc. keine Ausgaben haben. 
Auf diese Weise, hauptsächlich aber durch die vermehrte Frequenz, ist es 
in der letzten Zeit dahin gekommen, dass die Menagen, entgegen dem früheren 
jährlichen Deficit, jetzt finanziell so gut stehen, dass die eine Kasse am 1.October 
1879 einen Baarbostand von 1345, die andere von 1859 Mark hatte. Diese
	        

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Die Theerfarben-Fabriken Der Herren Meister, Lucius & Brüning Zu Höchst a. Main, in Sanitärer Und Socialer Beziehung. Schumacher, 1880.
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