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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Monograph

Identifikator:
829207953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-40957
Document type:
Monograph
Author:
Aufseß, Otto von und zu http://d-nb.info/gnd/124693784
Title:
Die Zölle und Steuern sowie die vertragsmässigen auswärtigen Handelsbeziehungen des Deutschen Reiches
Edition:
3. Bearb.
Place of publication:
München
Publisher:
Hirth
Year of publication:
1886
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 280 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Fünftes Buch
  • Sechstes Buch
  • Siebentes Buch

Full text

Uirche und Reich in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts. 813 
das gelang, den Ungarn gegenüber jenes gute Verhältnis gegen— 
seitigen Voneinanderabsehens aufrecht zu erhalten, das die letzten 
Zeiten Heinrichs III. bezeichnet hatte. 
Man versteht, daß dieser allgemeine, nun schon ein Jahr— 
fünft hindurch langsam andauernde Verfall im Reiche überall 
Unbehagen hervorrief. 
Da wurde, kurz nach Ostern 1062, die allgemeine Unzu— 
friedenheit zu einem der kecksten Handstreiche benutzt, von denen 
die deutsche Geschichte meldet. Als Heinrich, der königliche 
Knabe, eines Tages zu Kaiserswerth das Rheinufer betrat, 
erbot sich der im Gefolge befindliche Kölner Erzbischof Anno, 
ihm ein besonders schönes Schiff zu zeigen, das vor Anker lag. 
Arglos betrat der König das Schiff. Da ward es vom Ufer 
abgestoßen; gleichzeitig wurde die königliche Kapelle des könig— 
lichen Kreuzes und der heiligen Lanze beraubt: Person des 
Herrschers und Insignien des Reiches befanden sich in der Ge— 
walt von Verschwörern. 
Über die Motive der Verschwörer, deren Häupter Anno 
von Köln, Otto von Nordheim und Ekbert von Braunschweig 
waren, wissen schon die zeitgenössischen Geschichtschreiber nur 
Vermutungen zu äußern: nicht quellenmäßig aufgeklärt ins— 
besondere werden immer die wichtigen Fragen bleiben, inwiefern 
Gottfried von Tuscien, inwiefern das Papsttum an dem Raube 
beteiligt war. 
Klar dagegen liegt das Ergebnis der Unthat. Wer im 
Besitz der königlichen Person und der Reichskleinodien war, 
der war zum Herrschen berufen; darum hatten schon die kar— 
lingischen Herrscher die merowingischen Schwächlinge und deren 
Kronen in ihr Gewahrsam gebracht. Die Kaiserin Agnes trat 
jetzt vom Reichsregiment zurück; alten Neigungen folgend ist 
sie später nach Rom gegangen, hat ihren Leib kasteit und 
Kleider für Arme genäht. An ihre Stelle sollte zunächst ein 
Reichsregiment desjenigen Bischofs treten, in dessen Sprengel 
der König gerade weilte. Das war jedoch nur Schein. That— 
sächlich lag alle Gewalt bei Anno. Aber wie er nicht ganz 
den treibenden Kräften der Verschwörung entsprach, so ver—
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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