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Schutz dem Arbeiter!

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Bibliographic data

fullscreen: Schutz dem Arbeiter!

Monograph

Identifikator:
829324011
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85896
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Schutz dem Arbeiter!
Place of publication:
Köln
Publisher:
Bachem
Year of publication:
1890
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 264 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schutz dem Arbeiter!
  • Title page
  • Contents

Full text

106 
ist mit acht Stunden täglicher Arbeit die Arbeitskraft eines Mannes 
erschöpft, während die übrigen Arbeiter gewiß länger arbeiten können. 
In Webereien wird bei guter Betriebseinrichtung der Weber bei einer 
zehn-, jedenfalls bei elfstündiger täglicher Arbeitszeit durchschnittlich das' 
selbe leisten können, wie auch bei zwölf- und dreizehnstündiger Arbeit; 
während in Spinnereien sich durch Jntensivität der Arbeit nicht st 
viel einholen läßt. Durch Vervollkommnung der Betriebseinrichtungen 
und industrielle Erziehung der Arbeiter (durch hohe Löhne, kurze Arbeits' 
zeit rc.) leistet der englische Arbeiter in zehn Stunden vielleicht mehr, 
als der deutsche in elf und zwölf Stunden. 
Jede gesetzliche Regelung ist schablonenhaft, kann unmöglich allen 
individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Das schließt aber nicht 
aus, daß gewisse Schranken gezogen werden, um den schlimmsten Misst 
ständen zu steuern, daß das, was bereits allgemein als Regel besteht, 
auch als solche von der Gesetzgebung sanctionirt wird. 
Ziel und Wege zum Ziele. 
Die elfstündige Arbeitszeit dürfen wir wohl als die durchschnitt' 
lich geltende Regel.für unsere deutsche Industrie hinstellen. Jedenfalls 
können wir sagen, daß bei normaler Anspannung der Arbeitskraft die' 
selbe mit einer zwölf st ündigen täglichen Arbeitszeit (ohne Pausen) 
erschöpft ist, und daß eine Arbeit über dieses Maß hinaus aus Kosten 
der Gesundheit und Lebenskraft geht. Dieses Maß reducirt sich noch, 
wenn wir den Weg von und zu der Fabrik rechnen, wenn wir die 
ungünstigen, die Gesundheit schädigenden Einflüsse der Fabrikarbeit 
hinzunehmen. Aber nicht bloß Gesundheit und Lebenskraft, des Arbeiters 
bestes und meist einziges Capital, kommt in Frage: der Arbeiter ist anst 
Familienvater, ist ein Glied der politischen Gemeinschaft, ist ^ I 
Mensch, dessen Ziel über dieses Leben hinausragt. In allen 
diesen Beziehungen hat er Rechte und Pflichten, und ist es Pflicht 
Gesellschaft und Staat, ihm die nöthige Muße zu sichern, auch diesen 
Aufgaben sich zu widmen. Diese Pflicht liegt dein Staat und der ® e ' 
sellschaft um so mehr ob, als die Fortschritte der Wissenschaft şş 
die großartigen technischen Hülfsmittel der Production, welche die moderne 
Cultur uns gebracht, recht wohl Mittel und Wege bieten, auch ^ 
Arbeiter an dem geistigen Leben der Cultur, an den ideellen 
Gütern: Pflege des Familienlebens, der Geselligkeit, der Bildung rc., tJl 
gesteigertem Maße theilnehmen zu lassen. So dürfte wohl 
elfstündige und in nicht allzu weiter Zukunft der zehnstündige Maxima ' 
Arbeitstag als eine berechtigte, dem Stand der heutigen Production uN 
Cultur entsprechende Forderung bezeichnet werden.
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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