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Schutz dem Arbeiter!

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Bibliographic data

fullscreen: Schutz dem Arbeiter!

Monograph

Identifikator:
829324011
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85896
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Schutz dem Arbeiter!
Place of publication:
Köln
Publisher:
Bachem
Year of publication:
1890
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 264 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schutz dem Arbeiter!
  • Title page
  • Contents

Full text

149 
'»an murrt und flucht, aber das Brod des morgigen Tages lehrt den Hals geduldig 
^ugen unter das neue Joch. (Zirvas, Sonntagsruhe. Würzburg. 1873, S. 23.) 
Ein begeisterter Vertheidiger der Sonntagsruhe ist Proudhon 
la célébration du dimanche considérée sous les rapports de 
l’hygiène publique, de la morale, des relations de famille et de cité). 
Dr. Lieber citirte in der Reichstagssitzung vom 9. Mai 1885 
folgende „denkwürdige Worte" Proudhon’s: 
Die Feier des Ruhe- und öffentlichen Gebcttages dient feit mehr als dreitausend 
^»hrcn zum Grundpfeiler und Mittelpunkt eines politisch-religiösen Systems, dessen Tiefe 
»nd Weisheit die Welt nicht zu bewundern aufhört; sie ist außerdem ein Civilisations- 
"üttel der Art, das; ich zu behaupten wage, mit der Ehrfurcht vor dem Sonntage ist in 
® er Seele unserer Versmacher der letzte Funken des poetischen Feuers erloschen; denn 
Religion keine Poesie. 
Als Macaulay im October 1853 zu Gunsten der zehnstündigen 
Arbeitszeit in Fabriken sprach, zog er, um die gesetzliche Regelung 
dieser Frage zu empfehlen, in sehr wirksamer Weise die Folgen heran, 
welche die zweihundertjährige Beobachtung der Sonntagsruhe für Eng- 
lc>nd gehabt: 
Der Mensch, der Mensch ist das große Werkzeug, das Reichthum hervor 
gingt. Der natürliche Unterschied zwischen Campanie» und Spitzbergen ist geringfügig 
"» Vergleich zu dem Unterschied zwischen einem von körperlich und geistig kräftigen Menschen 
lohnten Lande und einem solchen, dessen Einwohner in körperlichem und geistigem Verfall 
griffen sind. Daher sind wir nicht ärmer, sondern reicher, weil wir seit 
gclen Generationen uns an je einem von sieben Tagen von unserer 
Arbeit ausgeruht haben. Der Tag ist nicht verloren. Während der Gewerb- 
şşb's; stockt, während der Pflug in der Furche liegt, während die Börse schweigt, während kein 
l»uch von der Fabrik aufsteigt, findet ein Vorgang statt, der für die Wohlfahrt der 
Mker ganz eben so wichtig ist wie nur irgend einer, der sich an ihren geschäftigsten 
Arbeitstagen vollzieht. Der Mensch, die Maschine aller Maschinen, die Maschine mit 
sicher verglichen alle Erfindungen der Watts und Arkwrights wcrthlos sind, wird an 
b'n Tage ausgebessert und wieder aufgezogen, so daß er am Montag mit 
ļarerm Verstände, mit frischerm Muthe, mit erneuerter Körperkraft an 
bine Arbeit zurückkehrt. Nimmer werde ich glauben,daß das, was eine Bevölkerung 
'^rker, gesunder, weiser, besser macht, sie schließlich ärmer machen könnte. 
Der Sonntag ist endlich der „Tag des Herrn", der Tag reli- 
closer Erhebung und Weihe. Die katholifche Kirche betrachtet die Hei- 
ìgung der Sonn- und Festtage als strenge Pflicht, hat den Besuch des 
Gottesdienstes — der h. Messe — ausdrücklich geboten. Die officielle 
Vertretung der evangelischen Landeskirche in Preußen, die General 
idade, hat ihrer Stellung zu der Frage der Sonntagsruhe 1885 noch 
^ şolgender einstimmig gefaßten Resolution Ausdruck gegeben: 
Hochwürdige Gcneralsynode wolle 
I- in voller und dankbarer Würdigung derjenigen Maßnahmen, die auf mehrern Ge- 
.^teu ber Verwaltung im Interesse der Sonntagsruhe theils schon getroffen, theils noch 
^ Vorbereitung begriffen sind, anderseits in der Gewißheit, daß das göttlich g eh ei- 
ì^îe Recht auf Sonntagsruhe nicht von der Zustimmung der öffentlichen
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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