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Schutz dem Arbeiter!

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Bibliographic data

fullscreen: Schutz dem Arbeiter!

Monograph

Identifikator:
829324011
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85896
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Schutz dem Arbeiter!
Place of publication:
Köln
Publisher:
Bachem
Year of publication:
1890
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 264 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schutz dem Arbeiter!
  • Title page
  • Contents

Full text

18 L 
nicht leben und wirken. Wenn die Wohlfahrts-Einrichtungen ihren 
olveck erfüllen sollen, dann ist die erste Bedingung, daß sie verstanden 
^den, und daß die Arbeiter selbst möglichst zur verantwortlichen Mit- 
"'îrkuttg herangezogen werden. 
Bei vielen Wohlfahrts-Einrichtungen ist ein A rb ei t e r - Au sschu ß 
}? r nicht zu entbehren. Nehmen wir z. B. die Einrichtungen zuin 
Schutz der elterlichen Autorität: die Einführung von Lohn» 
schern für Minderjährige, das Verbot, das Elternhaus zu verlassen rc. 
ļT ìn zahlreichen Fällen ist die Durchführung nicht möglich, sei es, daß 
>e Eltern nicht ant Orte wohnen, sei es, daß der Vater alles durch 
gingt re. In diesem Falle muß in anderer Weise für Controle und 
gliche Ueberwachung gesorgt werden, und das ist die Aufgabe des 
Westen-Rathes. Nehmen wir den Sparzwang: in manchen Fällen 
die häusliche Noth so dringend, daß von Sparzwang nicht die Rede 
îb'n kann und selbst der angesammelte Sparsonds angegriffen werden 
^uß. Will in allen diesen Fällen der Arbeitgeber persönlich entscheiden? 
kennt die Verhältnisse nicht, hat auch unmöglich Zeit, dieselben zu 
^üfen, und würde jedenfalls mit den Anschauungen der Leute in Con 
nut kommen. Wozu will er sich die Last und Verantwortung aufladen? 
Das besorgt der „Ausschuß" viel besser. 
^ In der Fürsorge für die kranken, unterstützungsbedürftigen Arbeiter 
et Fabrik werden Arbeitgeber und Arbeiter - Vertreter am ersten den 
^Ntralen Boden sinden, um die Gegensätze zu vergessen, sich die Hand 
^ Zeichen in der gemeinsamen Theilnahme und Fürsorge für den „Genossen" 
er Fabrikgemeinschaft. Darin beruht auch vor allem die Bedeutung 
^'kr besonderen Fabrik-Krankenkasse und empfiehlt es sich, den 
.Erstand dieser oder einer ähnlich wirkenden Kasse („Arbeiter-Unter- 
îìltzungs- und Vorschußkasse", „Familien-Krankenkasse re.) mit den Aus 
sen eines „Arbeiter-Ausschusses" überhaupt zu betrauen. Für die 
^'Wallung dieser Kassen werden die Arbeiter schon von selbst solide, 
î^ìge, wohlwollende und einsichtsvolle Männer deputiren, da es sich ja 
^ ihre eigenen materiellen Interessen handelt und sie recht gut wissen, 
^ die Schwätzer und Agitatoren praktisch am wenigsten leisten, während 
*** den Arbeiter-Ausschuß, dessen Aufgaben sehr in's Allgemeine gehen 
?d leicht mißverstanden werden können, zunächst vielleicht, sei es aus 
• ^erstand, sei es auch aus Bosheit, gerade demokratische Elemente ent- 
^lldet werden könnten. Was aber noch wichtiger ist: die Verwaltung 
j Cr Krankenkasse gibt mehr Gelegenheit zu Sitzungen. So kann 
^ohl der Arbeitgeber wie das einzelne Mitglied je nach Anlaß die 
geschiedenen Angelegenheiten auch bald ohne besondere Belästigung zur 
brache bringen, während ein Arbeiter-Ausschuß, der solcher materieller
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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