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Schutz dem Arbeiter!

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Bibliographic data

fullscreen: Schutz dem Arbeiter!

Monograph

Identifikator:
829324011
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85896
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Schutz dem Arbeiter!
Place of publication:
Köln
Publisher:
Bachem
Year of publication:
1890
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 264 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schutz dem Arbeiter!
  • Title page
  • Contents

Full text

33 
6 Stunden täglich (neben einer halbstündigen Pause) und zwar zwischen 6 Uhr Morgens 
und 8 Uhr Abends beschäftigt werden. Die Arbeitszeit für junge Leute von 14—18 
Jahren beträgt höchstens 10 St nie den pro Tag, muß zwischen 5 Uhr Morgens und 
9 Uhr Abends liegen und durch zwei Stunden Pausen unterbrochen werden. 
In Holland war schon seit 1874 die Fabrikarbeit von Kindern 
unter 12 Jahren verboten. Die zulässige Arbeitszeit ist durch 
Gesetz von 1889 für alle Arbeiterinnen und für die jugendlichen 
Arbeiter (bis 16 Jahren) auf höchstens elf Stunden festgesetzt. 
Nicht bloß die Fabriken, sondern auch Handwerk und Haus-Industrie sind 
einbezogen. Ausgenommen sind nur die Landwirthschaft, der Gartenbau, Forstmirth- 
Ichaft, Moorcultur und häusliche Dienste. Für gewisse besonders gesundheitsge 
fährliche Betriebe kann die Arbeit von Arbeiterinnen und von Personen unter 16 Jahren 
Überhaupt verboten werden. 
Wie die Nacht- (zwischen 5 Uhr Morgens und 7 Uhr Abends), so ist auch die 
Sonntags-Arbeit verboten. Die Arbeit muß durch eine Ruhepause von min- 
bestens einer Stunde (zwischen 11 und 3 Uhr) unterbrochen werden. Wöchnerinnen 
dürfen innerhalb vier Wochen nach ihrer Entbindung nicht beschäftigt werden. 
Durch Regierungs-Verordnung kann die Arbeit von Personen von 14 
bis 16 Jahren auch in der Nacht (auf höchstens 11 Stunden) gestattet werden. 
Unter gewissen Umständen (auch z. B. bei dringenden Bestellungen) kann voie einem 
königlichen Kommissar schriftliche Erlaubniß ertheilt werden, die Zahl der Arbeits 
stunden bis auf 13 an sechs aufeinanderfolgenden Werktagen zu verlängern. Der Minister 
kann die gleiche Erlaubniß bis zu vier Wochen ertheilen. Für bestimmte Betriebe kann 
«uch die Sonntagsarbeit für männliche Personen von 14-16 Jahren bis 6 Uhr Vor 
mittags gestattet werden. Ebenso können für die Reinigung von Dampfkesseln (angeblich, 
weil bei kleinen Dampfkesseln die Oeffnung zu klein sei) Sonntags mit Erlaubniß jugend- 
%% Arbeiter ücmcnbet mctben. Mol# be§ Wüitbiic# wcrgl. 
»Archiv für sociale Gesetzgebung", Tübingen 1889, c. 506 ff.) 
Sn Wßicii fehlte bi#r fast iebc mbeiteifcWbeftiuiniung. Äud) 
bas (&fe& uon 1889 entfpn# wenig ben geegten Erwartungen. 
Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht beschäftigt werden — das 
ìşi die einzige feste Bestimmung, svnft wird alte* beni König über 
essen nnb sollen alle Schutzbestimmungen erst am 1. Januar 1892 in 
Kraft treten. 
sinket %nmenbmio auT Metamerie, 6tcmW#c, We, Wrifen 
(fabriques, usines et manufactures), ßcKW# OCÌu:ibl)c,Hw,briQC imb Ìc#Mid)e 
Betriebe (dangereux, insalubres et incommodes) tote auf solche, m denen Dampf- 
keşşel ober mechanische Motoren Verwendung finden, endlich aus Hafenplätze, Bahn 
höfe, Landungsplätze und auf die Verkehrsmittel zu Wasser und zu Lande. Betriebe, 
b'e zu Unterrichts- und Wohlthätigkeit-zwecken dienen, sind nicht ausgenommen, wohl 
àr die Haus-Industrie, falls nicht ein Motor Verwendung findet oder aber es sich 
Um eine gesundheitsschädliche Hausbeschäftigung handelt. 
Der König ist befugt, die Verwendung von geschützten Personen (a. Kinder von 
12 14 Jähren, b. junge Leuten von 14—16 Jahren, c. Arbeiterinnen von 16—21 
wahren) zu Arbeiten, die ihnen unzuträglich sind, resp. in ungesunden Betrieben zu
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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