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Schutz dem Arbeiter!

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Bibliographic data

fullscreen: Schutz dem Arbeiter!

Monograph

Identifikator:
829324011
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85896
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Schutz dem Arbeiter!
Place of publication:
Köln
Publisher:
Bachem
Year of publication:
1890
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 264 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lebenserinnerungen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil. Die Weiterentwicklung meines Lebens und Strebens
  • Schluß
  • Index

Full text

nicht blosS eine äußere Ünöerung, sondern eine völlige Wandlung 
bedeute. 
Sair Philosophie war damals dort wenig Interesse. Linige Vor 
lesungen waren stark besucht, aber von eigenem Leben war wenig 
zu verspüren. Die politischen und nationalen Interessen standen 
im Vordergründe. Der Rückschlag gegen die spekulative Philo 
sophie war noch in voller Wirkung, man hörte manchen gering 
schätzigen Liusdruck über die Philosophie. Von den Denkern hatte 
wohl Lchopenhauer die meisten freunde, vor Kant hatte man einen 
großen Kespekt, später gewann Hartmann viel Interesse, und es 
entwickelte sich im Neukantianismus (3% LI. Lange) eine eigentüm 
liche Denkweise. 
Zwischen Professoren und Ltudenten bestand das beste Verhält 
nis. Wir hatten die größte Hochachtung für unsere Lehrer, und sie 
waren uns gegenüber durchaus freundlich und gütig, aber man ver 
gaß nie den weiten Unterschied, welcher die erst Lernenden von den 
Lpitzen der Forschung trennte. Ls fiel uns nicht ein, mit ihnen auf 
dem 5ätß der gleichheit zu verkehren. Vuch lag es der damaligen Zeit 
fern, eine Mitwirkung in akadeniifchen Llngelegenheiten zu erstreben. 
Die einen waren vornehmlich mit dem korporativen Leben der Ver 
bindungen, die anderen mehr mit der wissenschaftlichen Llrbeit be 
schäftigt. Die Forschung galt entschieden als die Hauptsache des 
ganzen. Daß die Zahl der Ltudenten weit geringer war als fetzt, 
mußte den Lharakter des ganzen persönlicher gestalten. 
Das damalige studentische Leben hatte weit weniger gliederung 
als das fetzige. Die Ltudentenschaft keilte sich in Korps, Burschen 
schaften und Vichtinkorporierte. Unter diesen bildeten die sogenann 
ten „Blasen" festere Verbindungen. Oie Hauptstellung hakten 
damals die Korps, deren es sieben gab. Burschenschaften und 
Vichtverbindungs-Ltudenten gingen in mannigfachen tragen zu 
sammen. Ligentümlich war es, daß die Kräfte der verschiedenen 
Dichtungen sich auf einem harmlosen gebiete miteinander maßen. 
£s bestand damals ein literarisches Museum, das Lesezimmer und 
gefellschaftszimmer besaß, auch Vergnügungen, namentlich Bälle, 
veranstaltete. Die Ltudenten hakten das Kecht, außerordentliche 
Mitglieder zu werden, und ihre Vertreter durften die Leitung der 
Bälle übernehmen. Lo entstand die Trage, welche Partei möglichst 
viel Ltimmen aufbringen könnte. Ls war ein eifriges Wirken und 
Wühlen, „Keilen"; manche traten in das Museum ein, bloß um an 
fener Wahl teilzunehmen, gewöhnlich hatten die Korps die Mehr 
zahl. Lpäter erschien es als ein großer Lieg, als die Vichtkorps- 
studenten zeitweilig die Lache an sich nahmen. 
Ich selbst hatte mich von LInfang an einer freieren Verbindung, 
der „Crista", angeschlossen. Ls wurde mir aber bald klar, daß
	        

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Die Nationalökonomie in Frankreich. Verlag von Ferdinand Enke, 1910.
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