Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Urtheile der deutschen Handelskammern über Zollpolitik und Handelsverträge

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Urtheile der deutschen Handelskammern über Zollpolitik und Handelsverträge

Monograph

Identifikator:
829612637
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-40992
Document type:
Monograph
Title:
Urtheile der deutschen Handelskammern über Zollpolitik und Handelsverträge
Place of publication:
Berlin
Publisher:
'Volks-Ztg'
Year of publication:
1892
Scope:
1 Online-Ressource (112 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Urtheile der deutschen Handelskammern über Zollpolitik und Handelsverträge
  • Title page
  • Contents

Full text

58 
nicht geringen Wertb. Die Wirkungen der Maßregel sind bis jetzt aber noch 
unbedeutend. Bor allem ist der Preis des amerikanischen Schweinefleisches im 
Verhältniß zu dem des einheimischen, noch zu hoch gewesen, außerdem sind aber 
die Ersparnisse der Einfuhr durch die gesundheitspolizeilichen und Zollschriften 
so erheblich, daß die Einfuhr sich bis jetzt noch nicht recht entwickeln konnte." 
Handelskammer zu Elberfeld. 
„Da unser Vaterland sich in seiner bisherigen Machtstellung ohne eine 
leistungsfähige Industrie nicht behaupten kann, so wird cs jetzt und später zu den 
wichtigsten Aufgaben der gesetzgebenden Factoren gehören müssen, mit allen Mitteln 
dahin zu wirken, daß die Lebensfähigkeit der Industrie durch entsprechende 
Förderung im Zulande, Erleichterung des Exports und sorgsame Verhütung einer 
übermäßigen Belastung der gewerblichen Thätigkeit erhalten bleibe. Zn diesem 
Sinne haben wir das Bestreben der Reichsregierung, durch den Abschluß günstiger 
Tarifverträge die auswärtigen Märkte für unsere Erzeugnisse in erhöhtem Maaße 
zu erschließen, bereits im vorigen Jabre dankend anerkannt. Die Vereinbarung 
solcher in erster Linie in den nnS auch politisch nabe verbundenen beiden Trci- 
bundstaaten Oesterreich-Ungarn und Italien, daneben mit dem benachbarten Belgien, 
kann deshalb auch unsererseits als eine durch die allgemeine z>-»politische Lage 
Europas gebotene Handlung nur gebilligt werden. Bedauern müssen wir dabei 
sreilich, daß die deutscherseits den genannten Staaten gemachten Zugeständnisse 
diejenigen, welche uns dafür eingeräumt wurden, an Werth bedeutend übertreffe». 
Für unseren Bezirk dürften — abgesehen von den der chemischen Industrie ge- 
währten Vortheilen — solche Zugeständnisse, welche nnS, wie gehofft, „die ans- 
wärtigen Märkte in erhöhtem Maaße erschließen", kaum errungen sein. Wo 
für einzelne Artikel unserer Textil-Industrie wirklich einige wenige Zoll Herab 
setzungen seitens der gedachten verbündeten Staaten gewährt wurden, ist die Grenze 
so vorsichtig bemessen worden, daß sie immer noch über dem Zollsätze blieb, bei 
welchem für die deutsche Industrie erst die Möglichkeit begonnen haben würde, imt 
der österreichischen oder italienischen bezüglich dieser speciellen Artikel im eigenen 
Lande erfolgreich in Wettbewerb zu treten. 
„Würdigen wir trotzdem die Gründe, welche die Reichsregierung in diesem 
Falle veranlaßten, einen wenn auch mit gewissen Opfern erkauften vertragsmäßigen 
Zustand dem anderenfalls vielleicht am l. Februar 1892 eingetretenen vertrag!osen 
vorzuziehen, so können wir doch eine solche Zwangslage in Bezug auf den Abschluß 
des neuen deutsch-schweizerischen Handels- und Tarif-Vertrages in keiner Weise 
anerkennen Das Absatzgebiet, welches die Schweiz uns öffnet, ist gegenüber 
demjenigen, welches das Deutsche Reich für die mannigfach entwickelte schwciwr 
Zndustrie bildet, veschwindend klein, und wir hätten, da ohnehin nicht die Wahr 
scheinlichkeit vo, lag, von anderer Seile bei der Schweiz überflügelt zu werden, 
im Verein mit Öesterreich-Ungaru selbst auf die Gefahr eines zeitweise« Zoll 
krieges hin wobl abwarten können, bis die Berner Regierung unter dem wange 
der Verhältnisse den deutschen Wünschen gegenüber willfähriger geworden ware. 
Statt dessen hat man leider unter dem Scheine von Ermäßigungen des Probibitiv- 
T arises, den die Schweiz sich eigens erst im letzten Zahre als Waffe für die 
LertragSverhandlungen schuf, diesseits in ganz außerordentliche Erhöhungen des 
bisherigen Vertragstarifes gewilligt, wodurch ». a. auch wichtige Artikel unseres 
Bezirkes — wie die wollenen und halbwollenen Webewaaren betroffen wurden.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Urtheile Der Deutschen Handelskammern Über Zollpolitik Und Handelsverträge. ‘Volks-Ztg’, 1892.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.