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Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Bibliographic data

fullscreen: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

Monograph

Identifikator:
82998979X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-86655
Document type:
Monograph
Title:
Ursachen der Amerikanischen Concurrenz
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Bahr
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (825 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Ursachen der Amerikanischen Concurrenz
  • Title page
  • Contents

Full text

und ein entzückendes Klima; nicht mehr so warm als in Texas 
und doch noch mild, obschon bereits Winter mit regelmässigem 
Schnee sich einstellen. 
Hier lasse ich einige kritische Notizen eines meiner Reise 
gefährten folgen : 
„Fast glaubte ich über Texas etwas berichten zu müssen, 
was gar nicht beruhigend für uns in Europa gewesen wäre; 
denn die Amerikaner hätten uns in arge Verlegenheit mit den 
Erfolgen ihrer Viehzucht bringen können. In Texas hatte ich 
Gelegenheit, diese gefährliche Viehzucht zu sehen. Es wurde 
mir anfangs wirklich bange. Ein flüchtiger Blick ist allerdings 
nicht geeignet, die schwarzen Gedanken zu verscheuchen. 
Guter Weidegrund ist hier um 50 Cents bis 5 Dollars das 
Joch zu haben, und zwar in genügender Menge. Der Besitzer 
einer grossen Landfläche, deren Erwerbung keine grossen 
Geldopfer erfordert, zäunt diesen Grundbesitz ein und lässt 
auf demselben so viel Vieh frei herumlaufen, als die üppige 
Weide ernähren kann. Das ist aber nicht wenig, denn es 
gibt Leute, die 10.000 Stück haben. Das Vieh verursacht 
Wenig Auslagen, da man es hier ganz sich selbst überlassen 
kann und nur hie und da es einmal zusammentreibt, um die 
Stücke zum Verkaufe auszusuchen. Bei uns ist, abgesehen 
Vom höheren Grundankaufspreis, die Pflege und Ernährung 
üer Thiere viel kostspieliger, besonders wenn letztere genau 
nach den Vorschriften gelehrter Landwirthe erfolgen sollte. 
Hier, im freien Amerika, gibt es keine Futternormen für das 
Vieh. kann sich hier seine Kräuter nach eigenem Ermessen 
aussuchen, und ich kann aus Ueberzeugung sagen, dass es 
sich recht gut dabei befindet. Stallungen kennt man in die 
sem l,ande nicht und braucht sie auch nicht; aber auch der 
Gedanke, das Vieh mit eisernen Ketten im Stalle anzubinden, 
behagt dem freien Amerikaner nicht, und ich sah daher in den 
Wenigen Stallungen, die ich fand, das Vieh ohne jede Fessel. 
Auf diese Art haben die Besitzer grosser Heerden, trotz ihres 
ausgedehnten Besitzes, fast keine Auslagen, denn ich muss 
beifügen, dass dieselben bis heute keine Grundsteuer gezahlt 
haben, nicht, weil sie diese Forderung nicht begleichen woll-
	        

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Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
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