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Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Bibliographic data

fullscreen: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

Monograph

Identifikator:
82998979X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-86655
Document type:
Monograph
Title:
Ursachen der Amerikanischen Concurrenz
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Bahr
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (825 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Ursachen der Amerikanischen Concurrenz
  • Title page
  • Contents

Full text

258 
Napoleon III. begriff, dass Europa vorläufig vom Militär 
system nicht lassen könne. Er begriff, dass Europa die Con- 
currenz Amerika’s nur ertragen könne, wenn es dasselbe kost 
spielige politische System habe wie Europa. Deshalb that er 
Alles, was er konnte, um dies europäische System nach Ame 
rika zu verpflanzen. Vom moralischen Standpunkte lässt sich 
gewiss Vieles gegen ein System sagen, das die Krankheit 
des europäischen Militarismus Amerika einimpfen wollte. Vom 
Standpunkt der europäischen Politik, die durch den Egoismus 
geleitet wird, war das System richtig. 
Es lag ebenso im wohlverstandenen Interesse Englands 
als Frankreichs, den gefährlichen Concurrenten Amerika nicht 
auf kommen zu lassen, sondern für immer in der Rolle eines 
an Europa Zinsen zahlenden Schuldners und eines von Europa 
Industriewaaren kaufenden Agriculturlandes zu erhalten. 
Die Engländer „sympathisirten“ demgemäss auch mit den 
amerikanischen Secessionisten, aber sie waren weit davon ent 
fernt, einen Mann oder ein Pfund Sterling zu opfern, um ihnen 
zum Siege zu verhelfen oder um in Mexico eine Monarchie 
unter europäischer Protection zu etabliren und so das ihnen 
hauptsächlich feindliche „Monroe - System“ zu zerstören. Sie 
würden sogar den Erfolg der französisch-amerikanischen Politik 
mit derselben Eifersucht gesehen und ihr entgegengearbeitet 
haben, wie sie die Vollendung des Suezcanals durch Frank 
reich mit Neid und Unwillen sahen, obschon sie heute den 
grössten Vortheil aus der Existenz des Suezcanals ziehen. Die 
englische Politik hat in letzter Zeit stets jener kurzsichtige, 
gemeine Krämeregoismus beherrscht, der Bismarck im Jahre 
1864, als ihn ein österreichischer Staatsmann frug, was England 
zur Annexion Schleswig-Holsteins sagen würde, antworten 
Hess: „England wird reden, vielleicht protestiren, aber nie 
etwas thun!“ So ist es geschehen und England hat nur 
eine kurze Zeit lang wieder Politik- nicht Tagesgeschäft, 
„business,“ getrieben, so lange ein genialer Mann nicht eng 
lischer Race, Disraeli, seine Geschicke lenkte. Von da ab 
ruft es wieder in die Welt hinaus: „Peace and Cotton!“ Es 
kann sich aber leicht ereignen, dass es bald weder Frieden
	        

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Ursachen Der Amerikanischen Concurrenz. Bahr, 1883.
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