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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

8. Kap. Ter Aufschwung und der Verfall der Nationen. 
119 
land und Holland 13, in Norwegen und in Rußland 14. Dagegen fand 
'n einigen Ländern eine sehr langsame Zunahme statt; dieselbe betrug in 
Spanien und Irland nur 5 und in Frankreich sogar nur 2 vom Tausend, 
vw in Frankreich wurde in den Jahren 1890—1892 sogar ein Ueberwiegen 
Anzahl der Todesfälle über die Geburtenzahl um einige Tausend con- 
statirt, die allerdings wohl in nicht dauernden Ursachen, nämlich in der 
schweren Krisis, unter welcher ein Theil der landwirtschaftlichen Bevölke 
rung zu leiden hat, ihre Erklärung findet. Das geringe Ueberwiegen der 
Estern der Geburten über diejenige der Todesfälle ist aber in den drei letzten 
Ländern auf ganz verschiedene Ursachen zurückzuführen. In Spanien sind 
le ^bellen, welche die Populationsbewegung darstellen, nicht zuverlässig. 
Könnte man ihnen Glauben schenken, so wäre die Ursache der geringen Be- 
öölkerungszunahme in den Übeln hygienischen Verhältniffen zu suchen, welche 
kltte große Anzahl von Todesfällen nach sich ziehen. In Frankreich und Jr- 
^ud sind die statistischen Mittheilungen genau und auf Wahrheit beruhend, 
^ie bezeugen, daß die durchschnittliche Sterblichkeitsziffer in beiden Ländern 
gering ist, es ist also der Grund der langsamen Bevölkerungszunahme in 
ec geringen Anzahl der Geburten zu suchen. Während aber in Frank- 
ìElch sich diese geringe Zahl als eine Folge der geringen Fruchtbarkeit oder 
er gänzlichen Unfruchtbarkeit vieler Ehen erweist — eine Erscheinung, auf die 
^ ^gleich zu sprechen kommen werden —, ist sie in Irland das Resultat der 
öerhältnißmäßig kleinen Anzahl der Ehen 1 , welche sich daraus erklärt, daß 
ein t° großer Theil der Heiratsfähigen das unglückliche Land verläßt, ja 
vielfach geradezu genöthigt ist, dasselbe zu verlassen 2. 
ry 1 I" Irland sind nur 8,5 von 1000 Personen verehelicht, in England und 
rankreich dagegen 14,5 und in Deutschland sogar 15,5. 
2 Man mutz sich davor hüten, aus den statistischen Daten Schlüsse zu ziehen, 
v Begründung näher zu prüfen. Ein und dieselbe Erscheinung kann in den 
^ebensten Ursachen ihren Grund haben, daher ganz verschiedenartige Abhilfsmaß- 
träck,"' ^"äthigen. Wenn die Aus- und die Einwanderung in einem Lande sehr be- 
Lick/^ şî"^ ' müssen die Bevölkerungsverhältnisse desselben in einem ganz andern 
and 6 Erscheinen als diejenigen eines Landes, in welchem in dieser Beziehung ganz 
sta s* Verhältnisse herrschen. Australien liefert hierfür ein frappantes Beispiel. Es 
ņ'rden daselbst z. B. im Jahre 1889 nur 14,2 von 1000 Menschen. Das ist aber 
nul,^êil den günstigen Gesundheitsverhältnissen zuzuschreiben, im übrigen viel- 
eine , T * u erklären, daß Einwanderer, die in der Blüthe ihrer Jahre stehen, 
kn eträchtlichen Bruchtheil der Bevölkerung bilden, 
klei mutz man sich gegenwärtig halten, daß die Sterblichkeitsziffer unter den 
in ?" sllnbcrn am größten ist. Wenn daher die Sterblichkeitsziffer in neuerer Zeit 
äà °"îreich ungefähr 20 pro Mille betrug, während sie sich in Holland auf un- 
des ff 1 ļàf, so darf man daraus nicht schließen, daß die Gesundheitsverhältnisse 
erstern Landes besser seien als die des letztern. In Holland gibt es eben viel
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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