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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

8. Ķap. Der Aufschwung und der Verfall der Nationen. 
129 
er Bevölkerungszunahme geschaffen worden, und es kann nicht verkannt 
werden, daß dieses Gegengewicht infolge der immer weiter schreitenden Assani- 
ŗung auch der schlimmsten Quartiere der Städte und der sich immer mehr 
ausbreitenden Fürsorge für gesunde Arbeiterwohnungen voraussichtlich noch 
stll t geraume Zeit hinaus stets gewichtiger in die Wagschale fallen dürfte. 
Wieweit sich freilich alle diese Factoren wirksam erweisen werden, das 
aßt sich sogar auf lange Zeit hinaus gar nicht bestimmen. Fürs erste hat 
^ mit einer wirklich ernstlichen Gefahr, daß eine Uebervölkerung eintreten 
önnte, noch gute Weile. Sollte eine solche aber einmal wirklich in bedroh 
ter Gestalt auftreten, so ist es nicht ausgeschlossen, daß die Uebel, welche 
ann drohen werden, eine so ernste Sprache führen, daß eine gewaltige Um 
ehr weiter Kreise in sittlicher und religiöser Beziehung stattfindet. In diesem 
^alle würde eine Gesetzgebung, welche den Männern die Verehelichung etwa 
kern zurückgelegten 30. Jahre verböte, nicht mehr die Bedenken erwecken, 
^.k che ihr heutzutage entgegenstehen, und auch eine große Zunahme der Voca- 
wnen zum geistlichen und zum Ordensstande ausgleichend wirken. An dieser 
I0l e mu ^ auch auf die Theorie des Malthusianismus, welche seit ungefähr 
wahren so viel besprochen worden iß \ kurz eingegangen werden. 
-Liefe Theorie geht von der Behauptung aus, daß der in vielen Gegenden 
Eichende Pauperismus großen Theils die Folge der Uebervölkerung ist, und 
aß e% demnach nur ein Mittel dagegen gibt, die Verminderung der Menschen- 
lick ' erster Vertreter, Thomas Robert Malthus, ein englischer Geist- 
entw ck^ö' 1766 ' gest. 1834) und persönlich achtbarer Mann, trat mit der im Text 
latic, 1 ? teU ^Bevölkerungstheorie, die sich in seinen Essays on the principles of popu- 
fótoîra UCtft * n Ļvàn 1798 erschienen und später vermehrt) niedergelegt findet, in 
wie e • en ^gensatz zu den bisher unter der Herrschaft des aufgeklärten Absolutismus, 
^vrwalt!" k £r zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf dem europäischen Continente 
Aolksv CC ' ş" allgemein gehätschelten Doctrinen, die eine künstliche Begünstigung der 
Joseph"?.ņ^ŗ"ng aus ihre Fahne geschrieben hatten. Friedrich II. von Preußen, 
niehrì,,, k' pombal und andere Staatsmänner jener Zeiten riefen stets nach Ver- 
Äosepļ,'^,, ^ ^ßeschließungen, um Bauern, Soldaten und Gewerbsleute heranzuzüchten. 
l>ewoh„ ""ö şiiue Rathgeber wollten sogar die Zahl der Paar tausend ñloster- 
wan .^ £ ŗmindern, um mehr Familienväter und -Mütter zu haben. Wie kann 
Haupts,/^,," Wundern, daß Malthus, der in manchen Punkten, wenn auch nicht in der 
gegeņjìh h ^echt hatte, mit einem wahren Jndianergeheul empfangen wurde, als er 
şchen ^ņglischen Communiste» Godwin und den Phrasenmachern der französi- 
Forderu, ° ï tl0 " ' ^lche ihre blutgetränkte Humanitätslehre mit der ihr inhärirenden 
õeherrscli'^ allgemeinen Zügellosigkeit verkündeten, die Nothwendigkeit der Selbst- 
Länder,, ""ì betonte! Aber er fehlte darin, daß er die Thatsache, daß in gewissen 
brücke ^wissen Zeiten eine Uebervölkerung faktisch stattfindet, unter dem Ein- 
^Şrursach/ ' welche die damals in England wirklich vorhandene Uebervölkerung 
eine fcftlecfct generalifirte und auch da an Uebervölkerung glaubte, wo nur 
Dkvaî £ ertheilung des Volkseinkommens herrschte. 
àmps». VolkSwirtschaftslkhrk. 9
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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