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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

130 
1. Buch. Production und Consumtion. 
zahl oder die Beschränkung der Volkszunahme. Die Anhänger dieser Ansicht 
sind demnach davon überzeugt, daß die Uebervölkerung ein schon vorhandenes 
Uebel sei. Mit der Richtigkeit oder Jrrthümlichkeit dieser Behauptung steht 
und fällt ihr ganzes System. Sie sind alle darin einig, daß die Menschen 
die Neigung haben, sich wesentlich schneller zu vermehren, als die für die 
Existenz einer stürkern Bevölkerungszahl benöthigten Unterhaltsmittel anwachsen. 
Es ist nicht schwer, die Grundlosigkeit dieser Befürchtungen darzuthun; 
Malthus gibt sich alle nur erdenkliche Mühe, um zu beweisen, daß alle Völker, 
von denen wir wissen, so fruchtbar sind, daß ihre Bevölkerungszahl rapid und 
ständig zugenommen haben würde, wenn nicht Noth, Krieg und Kindermord 
ihre Gegenwirkungen geäußert oder die späten Eheschließungen und die Ehe 
losigkeit vieler vorbeugend gewirkt hätten. Aber er beweist nicht, daß diese 
die Bevölkerungszunahme verhindernden oder langsamer gestaltenden Einflüffe 
der Bevölkerungszunahme zuzuschreiben sind oder sie zu verhindern bestimmt 
waren. Es war aber zu beweisen, nicht daß etwas hätte der Fall sein können, 
sondern daß es wirklich der Fall war. Auch thut es nichts zur Sache, daß 
in einzelnen Fällen wirklich der Pauperismus auf Rechnung der Uebervölkerung 
zu setzen ist. Es ist das namentlich auf kleinen Inseln und in abgelegenen 
Thälern, wo sich die Einwohner nicht zur Auswanderung entschließen wollten 
oder konnten, in der That der Fall. Damit ist aber durchaus nicht bewiesen 
und nicht einmal glaubhaft gemacht, daß das in ganzen großen Ländern, 
z. B. in gewissen Gegenden Italiens oder Indiens, herrschende Elend auf 
Rechnung einer zu zahlreichen Bevölkerungszahl zu setzen ist. Thatsächlich 
sind in den meisten der Länder, welche von Malthus oder den Malthusianern 
der Neuzeit als übervölkert bezeichnet werden, zahlreiche andere Ursachen des 
Elends und des Lasters vorhanden, indem dort menschliche Ungerechtigkeit, 
Gewaltthat und Corruption ihre Verheerungen anrichten. Wenn sich diese 
unheilvollen Einflüsse nicht geltend machten, würden die vorhandenen natür 
lichen Hilfsmittel dieser Länder vollkommen ausreichen, um der jetzigen Ein 
wohnerzahl reichlichen Unterhalt zu gewähren. 
Es sind zum Theil historische Gründe, welche die Verbreitung der irrigen 
Anschauungen über die Frage der Uebervölkerung herbeigeführt haben. Die 
schnelle Zunahme der Einwohnerzahl, wie sie z. B. in Nordamerika stattfand, 
machte in Verbindung mit der dem volkswirtschaftlichen Gesetze der vermin 
derten Einträglichkeit geschenkten Aufmerksamkeit auf die Zeitgenossen von 
Malthus einen tiefen Eindruck, so daß dieselben die Zunahme der Zahl der 
Menschen als etwas Unheilvolles ansahen. Die Uebervölkerung wurde nickst 
mehr als etwas Mögliches, sondern als etwas schon Bestehendes, ja als die 
hauptsächlichste Quelle der Leiden angesehen, obgleich dem in Wahrheit in der 
Regel durchaus nicht so war. Weil die Gegner des Malthusianismus, statt
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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