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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

10. Kap. Die verschiedenen Zweige der Consumtion. 
165 
-Mitteln geführt worden. Lange Zeit stand das unbedingte Verbot des Ver 
rufs aller alkoholhaltigen Getränke am meisten in Gunst. Dasselbe wurde 
zuerst vom Staate Maine und dann von Rhode Island, Iowa und andern 
eingeführt. Viele Staaten haben dagegen die Einrichtung getroffen, daß es 
ì>en verschiedenen Gemeinden überlasten ist, das Verbot unter der Bedingung 
nuszusprechen, daß sich die Mehrheit der Wähler mittelst Abstimmung in diesem 
Şinne erklärt. Es hat sich nun herausgestellt, daß die Trunkenheitsexceste in 
^En Staaten, in welchen das absolute Verbot vorherrscht, fast ebenso zahlreich 
şind wie anderswo. 
Weil man bei stricter Anwendung des Gesetzes zahllose gerichtliche An- 
'^'gen erstatten müßte, so greift man nur in wenigen Fällen ein. Das Gesetz 
I,stt demnach nur geringe Wirkungen und trägt vielmehr theilweise zur Steige- 
* Un 9 des Eonsums geistiger Getränke bei, weil der Verkauf infolge desselben 
heunlich betrieben wird, also steuerfrei bleibt. So hat man sich denn gegenwärtig 
uut Vorliebe einer andern Richtung zugewendet und sucht in einer Anzahl 
don Staaten durch hohe Besteuerung eine Verminderung der Zahl der Schank- 
ocale herbeizuführen. Dieses System hat sich auch in der Praxis bewährt 
Unb ìn Ohio, Missouri, Pennsylvanien und anderwärts in fiscalischer sowohl 
^ls in moralischer Hinsicht treffliche Resultate gezeitigtK 
sehnlich ist man in der Schweiz vorgegangen. Eine Revision des 
Etikels 31 der Bundesverfassung verlieh im Jahre 1885 den Kantonen das 
kcht, betreffs des Verkaufs der geistigen Getränke gesetzliche Bestimmungen 
^ Erlassen. Drei Fünftel derselben haben von diesem Recht Gebrauch gemacht. 
. och ging man bald zu einem andern System über und führte im Jahre 1887 
. ûê Branntweinmonopol ein. Dasselbe brachte Einfuhrzölle und Consumsteuern 
^owohl zu Gunsten des Bundes als der Kantone mit sich, und diese Be- 
ostungen sind int allgemeinen dreimal so hoch als die frühern Abgaben, 
s i!- Staatsverwaltung importirt die Spirituosen und lagert die int Lande 
Ģ şi„ producirten ein. Zugleich hat man sich bemüht, die übrigen geistigen 
^ E rüiike, Wein und Bier, billiger zu machen, und so hat denn der Verbrauch 
o* Branntweins abgenommen, derjenige der letztem Getränke sich gehoben 2 . 
^ Endlich ist auch die in Rußland eingeleitete Action bemerkenswerth. Nach- 
deZņversuche, die dort in den Jahren 1819—1827 zur Verstaatlichung 
Ņ Branntweinhandels gemacht wurden, gescheitert waren, ist die russische 
^âhre 1895 in den Gouvernements Perm, Ufa, Orenburg 
' Ssamara dazu geschritten, die Verstaatlichung des Branntweinhandels 
, Şiehe Cl. Jannet und W. Kämpfe a. a. O. 621—624. 
htzU . Şiehe die interessante zusammenfassende Arbeit über die schweizerischen Ver- 
nnd * . b0n Milliet in den ,Annals of the American Academy for political 
Soc *a] science* tome III, part 2 (Philadelphia, January-May 1893), 429—443.
	        

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An Introduction to the Theory of Statistics. Griffin, 1927.
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