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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

212 
II. Buch. Der Güteraustausch. 
Sechstes Kapitel. 
Ter internationale Handelsverkehr. 
Die Erde ist in verschiedene Staatsgebiete von ungleichem Umfange ge 
theilt, deren Bewohner je eine Nation bilden und den Wunsch hegen oder 
wenigstens hegen sollten, daß ihr Land reich, stark bevölkert und mächtig stl 
und wohlgeordnete Verhältnisse aufweise. Ein wirksames Mittel zur Verwirk 
lichung dieses Wunsches ist in der Entwicklung der von Staat zu Staat be 
stehenden Handelsbeziehungen zu sehen. Der Güteraustausch zwischen den 
Bewohnern verschiedener Staatsgebiete ist von nicht geringerer, ja unter Um 
ständen sogar von noch größerer Bedeutung als der Binnenhandel. 
Zwischen dem internationalen und dem inländischen Handel besteht nun 
ein an Konsequenzen reicher Unterschied. Was den letzten: betrifft, so steu 
der durch denselben erzielte Reingewinn, wie er sich auch immer unter die 
verschiedenen Käufer und Verkäufer vertheilt, einen Gewinn für die Nailon 
als Ganzes dar. Dagegen kann der im internationalen Handel gemachte Rein 
gewinn zum Theil Ausländern zufallen, was auch in der Regel der Fall M 
wird; ja wenn wir die indirecten Folgen, die er mit sich bringt, in Betrach 
ziehen, kann er — wir werden uns davon überzeugen — der Gesamtheit d«. 
Nation sogar zum Schaden gereichen. So kann der Handelsverkehr mit dem 
Auslande einerseits einen viel größern Gewinn für die Nation zur Folge hab^ 
als der Binnenhandel, andererseits aber derselben auch keinen Gewinn, wen 
nicht gar Schaden bringen. Auch muß man im Auge behalten, daß die m tcl ' 
nationalen Handelsbeziehungen mit den politischen Verhältnissen in Zusamwel ^ 
hang stehen, und daß sich die Völker infolge dieser Handelsbeziehungen 9 e 9 cl J 
fettig kennen lernen; wie es denn bis zu einem gewissen Grade auch 
natürlich ist, daß im Gefolge der ausländischen Güter auch ausländische | 
schmacksrichtungen und Sitten, namentlich in den culturell minder hoch cn / 
wickelten Ländern ihren Einzug halten. So ist es denn unvermeidlich, bsl “' 
namentlich da, wo derartige Handelsbeziehungen einen großen Umfang ^ 
nehmen, das eine Land, sei es nun zu seinem Vortheil oder zu seinem Rşş 
theil, in eine enge Interessengemeinschaft mit dem andern tritt und nicht we) 
sich selbst genügt. „ 
Welche Vortheile zieht nun ein Land durch den Handelsverkehr mit ü 
Auslande? 1. Zunächst werden viele nützliche Dinge eingeführt, welche st« 
Bewohner anderweitig überhaupt nicht oder nur in geringer Menge ha 
verschaffen können. Es werden auf diese Weise z. B. dem deutschen 
tum Kaffee, Thee, Kakao, Gewürze, Südfrüchte, Baumwolle und viele an 
Naturproducte zugeführt, welche in Deutschland nicht gewonnen werden tow
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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